Autofahrer sollen runter vom Gas

BÜRGLEN. Die Gemeinde Bürglen führt im Bahnhofquartier eine Tempo-30-Zone ein. Die Behörde will mit dieser Massnahme die Sicherheit der Fussgänger und Velofahrer erhöhen und für die Bewohner den Verkehrslärm reduzieren.

Urs Bänziger
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Bodenmarkierungen und Signaltafeln weisen Autofahrer darauf hin, dass im Bahnhofquartier von Bürglen nun Tempo 30 gilt. (Bild: Reto Martin)

Bodenmarkierungen und Signaltafeln weisen Autofahrer darauf hin, dass im Bahnhofquartier von Bürglen nun Tempo 30 gilt. (Bild: Reto Martin)

bürglen. Die Betonsockel mit den Signaltafeln stehen. Die Bodenmarkierungen sind in der Ausführung. Wenn das Wetter trocken bleibt, sind bis Ende der Woche alle Markierungen angebracht. Das bedeutet für die Autofahrer: Runter vom Gas im Bahnhofquartier von Bürglen.

«Nach der erfolgreichen Einführung von Tempo 30 im Schlossquartier werden in Bürglen nun in einem weiteren Quartier verkehrsberuhigende Massnahmen umgesetzt», sagt Gemeindeammann Erich Baumann.

Im Schlossquartier klappt es

Mit der Tempo-30-Zone will der Gemeinderat nach dem Schloss- auch im Bahnhofquartier eine Geschwindigkeitsreduktion durchsetzen. «Dadurch wird die Sicherheit der Fussgänger und der Velofahrer deutlich erhöht. Zudem soll der Verkehrslärm reduziert werden, was die Wohnqualität der Anwohner merklich verbessert», so Baumann. Der Gemeindeammann und der Werkhof-Chef Heinz Isler sind optimistisch, dass die verkehrsberuhigenden Massnahmen greifen werden. «Die Erfahrungen im Schlossquartier zeigen, dass die meisten Autofahrer sich an die Verkehrsanordnung halten.»

«Speedy» ist der «Spion» der Gemeindebehörde. Das Messgerät mit dem lachenden und dem traurigen Gesicht erhebt die Geschwindigkeiten der in Bürglen verkehrenden Motorfahrzeuge.

Parkplätze verengen Fahrbahn

«Speedy» hat eruiert, dass im Bahnhofquartier zu schnell gefahren wird. «Mit Tempo 30 wollen wir erreichen, dass die Autofahrer vom Gaspedal gehen. Denn am Bahnhof hat es viele Fussgänger, zudem ist die Bahnhofstrasse ein Schulweg», sagt der Gemeindeammann. Die verkehrsberuhigende Zone umfasst neben der Bahnhofstrasse die Schützen-, die Schöntal- und die Sangenstrasse.

Neben den Signaltafeln und den Tempo-30-Markierungen auf den Strassen werden als weitere Massnahme an geeigneten Stellen Parkplätze markiert, um die Fahrbahn zu verengen und auch auf diese Weise eine Temporeduktion zu erwirken. Weiterreichende Massnahmen will die Gemeinde erst einsetzen, wenn Signalisation und Markierungen nicht den gewünschten Erfolg bringen.

«Wir werden die Massnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüfen und nach einem Jahr entscheiden, ob stärkere, bauliche Anpassungen vorgenommen werden», sagt Erich Baumann. Auch die Kantonspolizei soll mit Geschwindigkeitskontrollen mithelfen, dass im Bahnhofquartier nicht mehr schneller als 30 Stundenkilometer gefahren wird.

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