Ausstellung zu sieben Kreuzlinger Persönlichkeiten im Museum Rosenegg

Mitte November eröffnet das Museum Rosenegg die Dauerausstellung mit sieben Kreuzlinger Persönlichkeiten. Diese sind mit ihrem Engagement im 19. und 20. Jahrhundert zum festen Bestandteil der kommunalen Geschichte geworden.

Martin Bänziger
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Kreuzlingen. Museumsleiterin Heidi Hofstetter hatte bei der Auswahl der sieben Persönlichkeiten die Qual der Wahl. Wie sie betont, hat sich die Arbeitsgruppe von zwei Gesichtspunkten leiten lassen, gehe es doch bei Dauerausstellungen im Museum Rosenegg in Kreuzlingen um einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Schliesslich habe man sich auf sieben Persönlichkeiten in einer ersten Phase geeinigt. Es sind dies der Naturforscher Emil Bächler (1868–1950), der Psychiater Ludwig Binswanger (1881–1966), die Malerin Helen Dahm (1878– 1968), die Bildhauerin Friedel Grieder (1890–1980), der Naturwissenschafter Wilhelm Fröhlich (1892–1969), der Unternehmer Robert Victor Neher (1886–1918) sowie der Komponist Oskar Ulmer (1883–1966). In einer zweiten Phase sollen Johann Jakob Wehrli, Fridolin Anderwert, Ernst Kreidolf, Hans Brüllmann, Walter Ruf oder Saskia Egloff zum Zug kommen.

Fünf Dauerausstellungen

Wie die Museumsleiterin erklärt, beinhaltet sie die Umsetzung des Museumskonzepts von 1998. Dieses sehe bis 2010 fünf Dauerausstellungen vor. Schon realisiert seien «Wohnkultur», «Mass und Gewicht», «Hüben und Drüben», und nach «Persönlichkeiten» werde «Kreuzlingen und Region» an die Hand genommen. Die Umsetzung erfolge Schritt für Schritt, weil gerade «Persönlichkeiten» mit rund 30 000 Franken zu Buche schlage.

Zudem sei im ersten Stock neben dem Stucksaal ein Zimmer für rund 10 000 Franken renoviert worden, das früher als Lagerraum diente. Im rund 20 Quadratmeter grossen Raum stehen nun sieben Vitrinen, die mit zwei Schubladen ergänzt werden. Gewünscht werde, dass die Kreuzlinger Bevölkerung weitere Dokumente, Erinnerungen oder Gegenstände dem Museum zukommen lasse, so dass die Ausstellungen ergänzt werden könnten und die individuelle Ausgestaltung vergrössert werde. Im weiteren sieht das Museumskonzept drei bis vier Sonderausstellungen pro Jahr vor. Die Museumsleiterin ist überzeugt, dass gerade die Sonderausstellungen mit einer Dauer von zwei bis drei Monaten die Besucherzahlen erhöhten. Sonderausstellungen würden in der Regel von 500 bis 600 Personen besucht. Es seien dies meist ältere Personen aus der Region Kreuzlingen und aus Konstanz. Bei den Schulklassen müsse noch eine stärkere Frequenz erreicht werden.

Prunkstück Stucksaal

Der dritte Teil des Konzepts betrifft den Stucksaal im ersten Stock, der jährlich zehn Veranstaltungen zur Verfügung steht. Der Saal wird auch für Familien- und Geschäftsanlässe vermietet. Dabei gehe man von zehn bis zwölf Anlässen pro Jahr aus, ergänzt Heidi Hofstetter.