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AUSSICHT: Freie Sicht auf den Bodensee

Städteplaner des Zürcher Büros KCAP schlagen vor, das Bahnhofsgebäude zu versetzen. Allerdings ist dieses denkmalgeschützt.
Tanja von Arx
Dieser historische Bau neben den Bahngleisen versperrt den Blick aufs Wasser. (Bild: Andrea Stalder)

Dieser historische Bau neben den Bahngleisen versperrt den Blick aufs Wasser. (Bild: Andrea Stalder)

Tanja von Arx

redaktionot@tagblatt.ch

Es ist ein Traum, zumindest für Städteplaner: Die freie Sicht von der Bahnhofstrasse oder gar dem neu geplanten Stadtplatz in Romanshorn auf den örtlichen Hafen. Kees Christiaanse und Yoo Na Ho vom Zürcher Büro KCAP schlagen aus diesem Grund vor, das Bahnhofsgebäude zu versetzen – denn dieses versperrt Passanten wie Anwohnern den Blick aufs Wasser (siehe Grafik). «Der Effekt ist unglaublich dramatisch», sagten sie in Zusammenhang mit der Konzeption, die sie im Auftrag der Stadt entwickelten und unlängst der Bevölkerung vorstellten.

Denkmalpflege bestätigt Recherchen

Doch ist das überhaupt möglich? Gemäss Recherchen der Thurgauer Zeitung steht das betreffende Gebäude unter Schutz. Denise Hug vom kantonalen Amt für Denkmalpflege bestätigt diese Information auf Nachfrage. Sie präzisiert: «Kern des historisch gewachsenen Bahnhofs bildet der Monumentalbau mit den turmartigen Seitenrisaliten und niedrigeren, eingeschossigen Flügelbauten.» Der Bau sei 1855 auf Basis der Pläne von Sprach- und Literaturwissenschafter Johann Jakob Breitinger entstanden. Zwar seien Seitenrisaliten und Flügelbauten im Zuge baulicher Massnahmen teilweise verändert worden. Dennoch würden sie ein wichtiges Element des symmetrischen Baukörpers bilden, sagt Hug.

Die Denkmalpflegerin sagt grundsätzlich: «Jeder Veränderung eines Schutzobjektes liegt eine umfassende Interessen- abwägung zugrunde.» Diese erfordere eine fundierte und lösungsorientierte Auseinandersetzung mit allen Beteiligten eines solchen Projektes. «Wir sind bereit, im Dialog mit der Stadt und mit den Betroffenen die vorgeschlagenen Massnahmen offen zu diskutieren.»

Auf Rückfrage bei der Stadt heisst es: «Der Stadtrat kann sich vorstellen, dass der nördliche Flügel zu Gunsten der Sichtachse auf den Hafen weichen und durch einen unabhängigen Bau weiter nördlich ersetzt werden könnte.» Laut dem Ressortverantwortlichen Markus Fischer würden historische Bilder zeigen, dass das ursprüngliche Bahnhofsgebäude ohne Anbauten erstellt worden sei. «Der Stadtrat unterstützt die Konzeption von KCAP, besonders die Herstellung eines Sichtbezugs von der zentralen Bahnhofstrasse respektive Innenstadt zu See und Hafen überzeugt. Dies würde sicher zur Attraktivitätssteigerung beitragen.»

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