Ausreisezentrum startet 2019

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Kreuzlingen Das Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen soll gemäss aktuellem Zeitplan 2019 zu einem Ausreisezentrum (unsere Zeitung berichtete) umfunktioniert werden. Diese Information gab Stadtpräsident Andreas Netzle am Donnerstagabend an den Gemeinderat weiter. Vorgesehen sind 310 Plätze, also so viele wie heute. Beim Bund gehe man davon aus, dass drei Viertel der Bewohner so genannte Dublin-Fälle sein werden, also Asylbewerber, die zurück in ihr Ankunftsland sollen, um dort Asyl zu beantragen. Man rechnet lediglich mit einem Viertel abgewiesener Asylbewerber, die in Kreuzlingen untergebracht sein werden. Sie dürften die problematischere Gruppe sein, denn die Gefahr, dass diese Menschen vor ihrer Abreise oder Abschiebung untertauchen, ist gross.

«Erste Erfahrungen mit Ausreisezentren haben aber gezeigt, dass die Kriminalität in deren Umfeld nicht gestiegen ist», erklärt Netzle. Er verweist zudem auf die Sicherheitsmassnahmen, die entsprechend angepasst würden. Die Verantwortlichen des Bundes hätten ausserdem erklärt, dass sämtliche Tagesstrukturen innerhalb des heutigen EVZ-Gebäudes stattfinden sollen. Eine zusätzliche Registrierstelle bei der Gemeinschaftszollanlage sei nur bei einem grossen Ansturm ein Thema. Diese Asylsuchenden würden dann wie ­bereits informiert in einer Zivilschutzanlage in Steckborn untergebracht. (meg)