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Ausnahme ja, aber transparent

Ihm fehlen die gesetzlich vorgeschriebenen Kurse, er ist zu alt diese nachzuholen und er kommt von ausserhalb: Dennoch ist Andreas Diethelm aus Hefenhofen seit gestern Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Romanshorn. Dieser Entscheid ist unverständlich.
Tanja von Arx

Ihm fehlen die gesetzlich vorgeschriebenen Kurse, er ist zu alt diese nachzuholen und er kommt von ausserhalb: Dennoch ist Andreas Diethelm aus Hefenhofen seit gestern Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Romanshorn. Dieser Entscheid ist unverständlich.

Unverständlich nicht deshalb, weil Diethelm die fachliche Kompetenz fehlt. Mit zwölf Jahren als Offizier bei der Feuerwehr Hefenhofen-Sommeri und sechs Jahren als deren Kommandant bringt er viel Erfahrung mit und ist auf der Führungsebene versiert. Sondern unverständlich deshalb, weil das Auswahlverfahren auf ungeklärte Fakten und unklare Voraussetzungen abstützte. Der Stadtrat hat dem Kanton die Einzelheiten über die Kandidaturen nicht kommuniziert. Genauso wenig hat der Kanton sich bemüht, die Sachlage im Detail anzuschauen.

So ist Stadtpräsident David H. Bons Argument, dass der Mitbewerber und Vizekommandant Christian Zanetti in der Milizfeuerwehr nächstes Jahr pensioniert worden wäre und deshalb nicht in Frage kam, schlicht nicht haltbar. Auch er wäre wie in einem Anstellungsverhältnis erst mit 65 in den Ruhestand getreten. Erstaunlich ist auch, dass der Kanton die Bewerbung von Zanetti nicht berücksichtigte, welche die fraglichen Anforderungen erfüllte und laut Aussage von Bon sogar gut war. Und schliesslich verfügte das Feuerschutzamt nicht über die massgebende Information, dass Diethelm nur auf absehbare Zeit bleibt – die Verantwortlichen gaben ihr Okay in der Absicht, dass er bis zur Pensionierung amten wird.

Stadtrat und Kanton stehen in der Verantwortung, transparent zu arbeiten und nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen. Insbesondere müssen sie das bei einer Ausnahme tun, die nicht nur das Gesetz tangiert, sondern auch verbindliche Richtlinien im Metier. Und weil es sich beim Kommandanten einer Stützpunktfeuerwehr um ein Amt handelt, das der Sicherheit der Stadt dient. Dieser Verantwortung sind die Behörden zu wenig nachgekommen.

@thurgauerzeitung.ch

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