Ausbau auf 120 Parkplätze

ARBON. Stadt und Kanton, der sich an den Kosten beteiligen wird, wollen den Ausbau des Parkplatzes Standstrasse gemeinsam realisieren. Das Angebot soll auf 120 Plätze verdoppelt - und eine Hypothek für die Sporthalle-Abstimmung getilgt werden.

Max Eichenberger
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Parkplatz Standstrasse: Das Areal soll bis zur Sportanlage-Grenze optimal ausgenutzt, die Zahl der Parkplätze verdoppelt werden. (Bilder: Max Eichenberger)

Parkplatz Standstrasse: Das Areal soll bis zur Sportanlage-Grenze optimal ausgenutzt, die Zahl der Parkplätze verdoppelt werden. (Bilder: Max Eichenberger)

Die Präsentation des Sporthallen-Projektes an der Weihnachtsausstellung durch die Sekundarschulgemeinde Arbon (SSG) als designierte Bauherrin hat SSG-Präsident Hanspeter Keller zufolge «fast durchwegs ein positives Echo gefunden». Das Projekt des Architekturbüros keiserwerk ag (Daniel Keiser) mit der gestalterischen Lösung ist gut angekommen. Da hat es auch im bisherigen Verlauf vom Juryentscheid bis zur Projektierung in den Diskussionen, die in den Gremien, den Parteien und im Stadtparlament geführt worden sind, nichts zu mäkeln gegeben.

Stimmbürger wollen Klarheit

Fokussiert hat sich die Debatte dafür praktisch ausschliesslich um die bisher ungelöste Parkplatzfrage. Das gab im Parlament Anstoss zu Kritik. Bis zur Abstimmung am 13. Februar müsse hier Klarheit geschaffen sein, ansonsten sei möglicherweise das Sporthallenprojekt an der Urne gefährdet, traten Mahner auf den Plan. Am Zug sei hier die Stadt.

Die Bürgergemeinde ist zwar Grundeigentümerin des Standstrasse-Parkplatzareals. Der Stadt Arbon gehört aber der Parkplatz. Darum sei die Stadt federführend in der Bereitstellung ausreichender Parkplätze, sagt SSG-Präsident Hanspeter Keller. Diese Aufgabe habe die Stadt ausserhalb des Sporthallen-Projektrahmens zu lösen. Die SSG als Erstellerin der Halle beteiligt sich indirekt über eine Parkplatzgebühr in sechsstelliger Höhe; diese ist im Kostenvoranschlag berücksichtigt.

Abhängig von BZA-Erweiterung

Der Parkplatz Standstrasse ist hauptsächlich für Besucher der Sportanlage Stacherholz bestimmt. Schon dafür bietet er heute kaum ausreichend Plätze. Verschiedene Studien hat man erstellt. Konkrete Ergebnisse und Grundlagen konnte die Stadt bisher nicht liefern. Stadtrat Reto Stäheli hat dies damit begründet, dass der Kanton als Betreiber des Bildungszentrums Arbon das BZA zu sanieren und erweitern plant. Die Erweiterung sieht der Kanton im Süden des BZA-Areals vor. Daher sei der Perimeter gegen den Parkplatz noch nicht festgelegt.

Planungsgebiet noch definieren

Davon aber hänge das Vorhaben «Optimierung der Parkfläche» ab. «Für die Detailplanung sind verschiedene Randbedingungen zu berücksichtigen, die sich erst langsam klären, so etwa die künftige Verkehrsführung im Quartier, das Baurecht sowie die Beteiligung des Kantons und die Koordination mit seinen Plänen für das Berufsbildungszentrum Arbon (BZA)», erklärt nun die SSG. Der Ausbau des Parkplatzes soll durch die Stadt und den Kanton gemeinsam realisiert werden. Exakt müsse das Planungsgebiet noch abgegrenzt werden.

Kostengünstig verdoppeln

Andreas Kern, Leiter der Abteilung Bildungsbauten im kantonalen Hochbauamt, skizziert die gemeinsame Absicht: Das heutige Angebot an Parkplätzen an der Standstrasse soll auf 120 (wie bisher ebenerdig angelegt) verdoppelt werden. Das soll mit einer relativ «kostengünstigen Lösung», so Kern, bewerkstelligt werden. Das Areal soll bis an die Grenze zur Sportanlage Stacherholz optimal ausgenutzt werden. Der Kanton werde sich an den Ausbaukosten beteiligen, bekräftigt Kern. Der Kostenteiler muss noch ausgehandelt werden.

U-Parking früh vom Tisch

Die Sekundarschulgemeinde hatte in einem frühen Stadium bereits entschieden, unter anderem aus Kostengründen, ein unterirdisches Parking nicht in das Wettbewerbsprogramm aufzunehmen. Dies ermögliche zudem, die Halle ein Geschoss tiefer in den Boden zu legen und damit den ganzen Baukörper weniger wuchtig erscheinen zu lassen.

Projekt der neuen Sporthalle.

Projekt der neuen Sporthalle.