Aus dem Spiel wird Ernst

LEIMBACH. Der 18jährige Bürgler Amos Klein und sein 17jähriger Freund Roger Steiner haben eine Firma gegründet. Die beiden Jungunternehmer entwickeln interaktive Online-Spiele.

Cyrill Rüegger
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Amos Klein im Büro der Firma GameCompany in Leimbach; sein Geschäftspartner wohnt und arbeitet im Kanton Schwyz. (Bild: Cyrill Rüegger)

Amos Klein im Büro der Firma GameCompany in Leimbach; sein Geschäftspartner wohnt und arbeitet im Kanton Schwyz. (Bild: Cyrill Rüegger)

«Jugendliche spielen gerne, was Jugendliche entwickeln», erzählt Amos Klein mit Stolz. Momentan arbeitet er mit seinem Freund Roger Steiner aus Trachslau SZ am bisher grössten gemeinsamen Projekt. Vor einem halben Jahr haben die beiden ein eigenes kleines Unternehmen mit dem Namen «GameCompany» gegründet. Zurzeit programmieren sie ihr erstes Browser-Game.

Blindes Vertrauen

Die Beziehung der beiden Geschäftspartner ist speziell: Sie haben sich noch kein einziges Mal getroffen. «Wir kennen uns, weil wir einmal das gleiche Browser-Game gespielt haben», erklärt Amos Klein. Daraus sei eine enge Freundschaft entstanden und man vertraue sich blind. «Natürlich sehen wir uns, wenn wir via Skype miteinander telefonieren», fügt der 18-Jährige lächelnd an.

Auf die Idee mit dem Browser-Game sind die beiden zum einen durch das Gamen selbst, zum anderen durch einen guten Freund von Amos gekommen, der mit einem selbstentwickelten Online-Spiel mittlerweile Geld verdient. Für beide ist es der zweite Versuch, den Online-Markt zu erobern, nachdem sie früher bereits einmal ein Internet-Radio für Jugendliche auf die Beine gestellt haben. Amos Klein sieht die Zukunft des Browser-Games nüchtern: «Falls es nicht funktioniert, wäre dies auch kein Beinbruch. Es gibt immer eine zweite Chance, und zudem macht uns das Entwickeln von Games Spass.»

Aufbau eines Dorfes

Das Spiel der Jungunternehmer dreht sich darum, ein Dorf aufzubauen und durch Rohstoffgewinnung zu vergrössern. «Man kann sich mit anderen zusammenschliessen, um fremde Dörfer zu erobern», erläutert Klein. Geld verdient das Unternehmen, indem die Spieler mit realem Geld zusätzliche Rohstoffe kaufen können, um sich gegenüber den anderen einen Vorteil zu verschaffen. Das Game soll spätestens 2012 hochgeschaltet werden.

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