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Aus dem leeren Bahnhofbüro wird eine Schmuckstation

Katja Fischer schafft aus verschiedenen Materialien Schmuckstücke. Ihr Atelier hat sie im ehemaligen Bahnhof Münsterlingen-Scherzingen eingerichtet.
Caroline Leuch
Katja Fischers Schmuckstücke zeugen auch von ihrem zweiten Beruf als Handarbeits- und Werklehrerin. (Bild: Caroline Leuch)

Katja Fischers Schmuckstücke zeugen auch von ihrem zweiten Beruf als Handarbeits- und Werklehrerin. (Bild: Caroline Leuch)

Münsterlingen. Sieben Jahre stand das Büro des ehemaligen SBB-Bahnhofs leer. Heute befinden sich dort sechs Arbeitsplätze, eine Spindelpresse, eine Hebelschere, eine Poliermaschine, zwei Lötplätze, eine Walze und anderes Spezialwerkzeug, das eine Goldschmiedin zum Arbeiten benötigt.

Katja Fischer ist ausgebildete Handarbeits- und Werklehrerin. Schmuck und Gestaltung üben seit ihrer Kindheit grosse Faszination auf sie aus. Ihre Eltern fanden aber, sie solle einem «sicheren» Beruf nachgehen. So unterrichtete sie Handarbeit an einer Primarschule, nahm nach fünf Jahren eine Auszeit vom Schulbetrieb und beschloss während ihrer Weltreise, ihre Kenntnisse der Goldschmiedekunst zu vertiefen. Sie hängte ihren Lehrerberuf an den Nagel, studierte drei Jahre lang in Deutschland und schloss als staatlich geprüfte Schmuck- und Gerätegestalterin ab.

Wochenlang renoviert

Zurück in der Schweiz übernahm sie in Kreuzlingen eine Stelle als Werklehrerin und wurde auf der Suche nach einem Atelier in Münsterlingen fündig. Monatelang schliff sie Schranktüren ab, strich Wände und Decke, richtete sechs Arbeitsplätze ein und lud im Dezember zur Eröffnungsfeier ihrer Schmuckstation ein. Parallel zum Unterricht führt sie Kurse für Kinder und Erwachsene durch.

In ihren Schmuckstücken kommt der berufliche Hintergrund von Katja Fischer zum Ausdruck: So fasst sie Steine in Broschen oder Ringen nicht ein, sondern näht sie mit Stahldraht fest. Verspielt und filigran zugleich sind ihre Armbänder aus ovalen Silberplättchen, die mit farbigen Nylonverschlüssen befestigt sind.

Das Experimentieren mit verschiedenen Materialien reize sie, sagt Katja Fischer. «Der Wert meiner Arbeit ist die Gestaltung, nicht teure Materialien wie Edelsteine, Gold oder Platin.»

Eltern freuen sich mit

Selten verkauft sie an Privatpersonen. Bisher präsentierte sie ihre Arbeiten an Schmuckmessen in München und Frankfurt und knüpfte dort Kontakte zu Galerien im In- und Ausland, die ihre Kunstwerke in Kommission nehmen. Ihr Ziel sei es jedoch, ihre Arbeiten direkt zu vermarkten. Übrigens freuen sich ihre Eltern über den Erfolg. Als Zeichen dafür nahm ihre Mutter an einem Goldschmiedekurs teil, schmolz ihren Silberschmuck und gestaltete ihn nach ihren Vorstellungen neu.

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