Aufräumen nach dem Ausflug!

Übrigens

Mario Testa
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Die Thur ist im Sommer ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Menschen aus der Region. Bei Niedrigwasser, wie es unterhalb des Wehrs in Weinfelden häufig der Fall ist, liegen diverse Felsen und Kiesbänke frei und laden dazu ein, ein paar entspannte Stunden mit der Familie oder Freunden in der Nähe des kühlenden Wassers zu verbringen.

Auch am Samstag zog es viele wieder ins Wasser. Steinwurf um Steinwurf entfernt, sassen Familien, Gruppen oder Pärchen auf den glatt geschliffenen Steinen und genossen die Natur, das Plätschern des Restwassers und die wärmende Sonne. Viele von ihnen zögerten auch nicht, auf den Kiesbänken ein Feuer zu entzünden, um die mitgebrachten Würste zu bräteln.

Wenn es langsam Abend wird, kann man alle paar hundert Meter eine kleine Rauchsäule in den Himmel steigen sehen. Die Ausflügler essen, trinken und geniessen ihre Zeit in der mit Wasserlachen durchsetzten Steinwüste. Ein paar Mutige nehmen auch einen Schwumm in den noch etwas tieferen Wasserstellen. Meist barfuss, es gibt in der Thur ja keine Seeigel.

Wenn die Schwimmer Glück haben, kommen sie unversehrten Fusses wieder ins Trockene. Aber nur wenn sie Glück haben. Auch in der Thur lauert nämlich eine Gefahr – nicht in Form von stacheligen oder bissigen Tierchen, sondern in den Hinterlassenschaften rücksichtsloser Menschen. Bierflaschen findet man gleich zu Dutzenden zwischen den Steinen, ganze und zersplitterte. Auch Dosen und sonstigen Müll.

Klar werden Glasflaschen im Laufe der Zeit vom Wasser zu Kieseln und Sand geschliffen. Aber bis dahin sind sie eine Gefahr für Mensch und Tier. Es ist erbärmlich, wenn Ausflügler zwar bereit sind, Unmengen von Getränken und Essen an die Thur hinunterzuschleppen, ihre Abfälle dann aber einfach in der Natur belassen, wenn sie wieder aufbrechen. Feiert, aber räumt auf nach dem Ausflug an die Thur!

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

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