Auf der Allmend werden Hafer und Gerste angebaut

In der TZ von 1917

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Frauenfeld. Wie wir hören, wird in dieser Woche mit dem Umbruch eines Teils der Allmend begonnen werden. Es ist, wie man weiss, beabsichtigt, die schweizerischen Waffenplätze für die landwirtschaftliche Produktion dienstbar zu machen. Zu einer Zeit, da jeder Fleck Kulturboden herangezogen werden muss, um die Ernährung des Landes sicherzustellen, dürfen die weiten Gebiete der schweizerischen Exerzierplätze, soweit sie sich zur Bebauung eignen und soweit das der militärische Dienstbetrieb zulässt, nicht brach liegen gelassen werden. Auf der Allmend von Frauenfeld sollen ca. 60 Jucharten umgebrochen werden. Hauptsächlich handelt es sich um das Areal links der Allmend­strasse zwischen Murgbrücke und Polygon, und dann um eine grössere Weite beim Polygon selber. Diese Grundstücke sind regelmässig gedüngt worden, und sie werden deshalb einen ordentlichen Ertrag abwerfen. Angebaut wird Hafer und Gerste. Sodann soll ein weiterer Streifen Landes am südlichen Rande der Allmend dem Heumagazin entlang umgebrochen werden und für den Anbau von Kartoffeln und Gemüse abgegeben werden. Das Gleiche geschieht auf dem Komplex jenseits der Murg, bei den Geschützeinschnitten, links von der Rohrerstrasse. Der Umbruch wird durch Militär besorgt, durch Landwehrmannschaft mit Dienstpferden aus dem Depot Zürich. Die Pflüge liefert Herr Oberst Fehr. Die Mannschaft soll morgen in Frauenfeld eintreffen, und am Donnerstag wird mit dem Pflügen begonnen.