Auf den Spuren von Jesus

BISCHOFSZELL. Ab morgen Samstag sind in den Schaufenstern von 21 Bischofszeller Geschäften biblische Figuren zu sehen. Die Idee für den ersten Bischofszeller Osterweg hatten Franziska Heeb und Erika Tolnai.

Werner Lenzin
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Franziska Heeb und Erika Tolnai dekorieren ein Schaufenster. (Bild: Werner Lenzin)

Franziska Heeb und Erika Tolnai dekorieren ein Schaufenster. (Bild: Werner Lenzin)

«Wir sind begeistert, mit welcher Spontaneität sich die Geschäftsinhaber bereit erklärt haben, ihre Schaufenster zur Verfügung zu stellen», sagt Franziska Heeb, die mit Erika Tolnai den ersten Bischofszeller Osterweg ins Leben gerufen hat. Es war seit längerer Zeit ein Wunsch der beiden, der Bevölkerung während der Zeit der Osterbrunnen diesen Osterweg zu zeigen. Franziska Heeb ist Kursleiterin für die Herstellung biblischer Schwarzenberg-Figuren. «Wir wollen mit den Szenen die christliche Botschaft sichtbar machen», erklärt Heeb.

Ursprung in Graubünden

Gemäss den beiden Initiantinnen entwickelte die heute 90jährige Schwester Anita Derungs, eine Ordensfrau im Kloster Ilanz, die ersten biblischen Figuren im Jahr 1964 aus Elektrodraht. Kurze Zeit später sorgte Doris Egli aus Cham für die Weiterentwicklung der Figuren.

120 der 200 in den Schaufenstern gezeigten Figuren sind im letzten Jahr entstanden. Motiviert wurden Franziska Heeb und Erika Tolnai, die ebenfalls Kursleiterin für solche Figuren ist, durch eine Ausstellung in Sulgen. Unterstützt wird die Idee durch die beiden Landeskirchen, den Verkehrsverein Bischofszell und weitere Sponsoren.

Für beide Frauen steht eines im Zentrum: «Wir möchten eine wichtige Botschaft überbringen, und unsere Figuren eignen sich sehr gut dafür. Auf diese Art wollen wir der Bevölkerung die Ostergeschichte näherbringen.» Der Rundgang in der Altstadt (Markt- und Kirchgasse, Bahnhofstrasse und Grubplatz) lässt sich gut mit der Besichtigung der Osterbrunnen kombinieren.

Sechs bis zehn Stunden

Die Herstellung einer Figur erfordert laut Auskunft der beiden Frauen einen Zeitaufwand von sechs bis zehn Stunden. Dazu kommen aber auch noch verschiedene Requisiten wie Bänke, Häuserfronten sowie verschiedene kleine Gegenstände wie Töpfe, Becher, Tische, Stühle und vieles andere mehr. Für die Präsentation in den 21 Schaufenstern benötigten Franziska Heeb und Erika Tolnai eine Woche. Ab morgen Samstag kann der Bischofszeller Osterweg bis 12. April besichtigt werden.

Kostenlose Führungen: Sonntag, 29. März, 14 Uhr, und Donnerstag, 2. April, 16.30 Uhr.