Auf den Spuren des Bundesrates

Was haben der Bundesrat und der Romanshorner Gemeinderat gemeinsam? Falsch! Die Gemeindebehörde prüft nicht etwa den Einsatz bewaffneter Einheiten im Kampf gegen fremde Steuerpiraten, welche Exil-Romanshornern ihr Geld aus der Tasche ziehen.

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Was haben der Bundesrat und der Romanshorner Gemeinderat gemeinsam? Falsch! Die Gemeindebehörde prüft nicht etwa den Einsatz bewaffneter Einheiten im Kampf gegen fremde Steuerpiraten, welche Exil-Romanshornern ihr Geld aus der Tasche ziehen. Und sie erwägt auch nicht, Terrorverdächtige aus Guantánamo aufzunehmen und so bei Barack Obama gut Wetter zu machen, damit er zur Eröffnung des neuen Gemeindesaals kommt.

Die Sache ist viel einfacher. Wie letztes Jahr der Bundesrat mit Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf verfügt auch der aktuelle Gemeinderat Romanshorn über zwei Mitglieder, die ein Problem mit ihren Parteien hatten. Max Sommer, früher Mitglied der FDP, trat wegen der Haltung Regierungsrat Schläpfers im Stromstreit aus. Und letzte Woche kehrte Peter Eberle seiner Partei den Rücken, nach deren Ansicht er zu wenig grüne Politik macht.

Spätestens mit dem Parteiaustritt von Peter Eberle hat also eine Entwicklung die Romanshorner Gemeindebehörde erfasst, welche auf eidgenössischer Ebene schon letztes Jahr en vogue war. Ob sich das dereinst auch in Sachen Frauenvertretung sagen lässt, wird sich weisen. Während bereits drei von sieben Mitgliedern des Bundesrates weiblich sind, ist Käthi Zürcher nämlich bisher die einzige Frau in der neunköpfigen Gemeindebehörde…

Daniel Walt