Auf dem Weg zur Verkehrsberuhigung

Die Gemeinde Egnach reagiert auf eine Initiative für verkehrsberuhigende Massnahmen an der Kehlhofstrasse. Unter anderem schlägt die Behörde eine Tempo-30-Zone im Quartier vor.

Rudolf Käser
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Blick auf die Karte: Besucher der Informationsveranstaltung studieren die Pläne der Gemeinde. (Bild: Rudolf Käser)

Blick auf die Karte: Besucher der Informationsveranstaltung studieren die Pläne der Gemeinde. (Bild: Rudolf Käser)

EGNACH. Pim Buff ist zufrieden. Mit den vorgeschlagenen Massnahmen komme die Gemeinde ihren Forderungen vollumfänglich nach.

Auf die Initiative von Buff und anderen Anwohnern hin organisierte die Gemeinde im Februar dieses Jahres eine Begehung an der Kehlhofstrasse. Die Anstösser hatten in einer Eingabe von der Behörde verlangt, dass die Verkehrssicherheit erhöht wird. Im Auftrag des Gemeinderates erarbeitete ein Ingenieurbüro in der Folge mögliche Massnahmen. Über 50 Interessierte erschienen am Samstag zu einem Informationsanlass der Gemeinde, bei der sie über das weitere Vorgehen orientierte.

Drei Strassen einbeziehen

Gemeindeammann Stephan Tobler erklärte, dass die Errichtung von Tempo-30-Zonen grundsätzlich im Rahmen des Verkehrskonzepts der Gemeinde geregelt werde. Aufgrund der Initiative der Anwohner der Kehlhofstrasse habe die Gemeinde nun aber den Abschnitt Kehlhofstrasse inklusive Seewiesenstrasse und Mooswiesenstrasse vorgezogen. Andreas Kobler vom Ingenieurbüro Wälli erörterte den Ist-Zustand und ging auf mögliche Massnahmen ein. Aufgrund verschiedener Abklärungen und Geschwindigkeitsmessungen seien sie zu folgenden Schlüssen gelangt: An der Kehlhofstrasse müssten für eine Tempo-30-Zone an beiden Seiten Eingangstore mit dem Hinweis auf das Geschwindigkeits-Regime angebracht werden. Zudem sollten der Rechtsverkehr markiert, die Fahrbahn örtlich eingeengt und Parkfelder versetzt angebracht werden.

An der Mooswiesenstrasse wären gemäss Kobler Bodenmarkierungen und Tempo-30-Markierungen an den Eingangstoren erforderlich.

Kanton prüft Vorschläge

Die Diskussion wurde rege genutzt. Gemeindeammann Tobler meinte, es würde sich im Auflageverfahren weisen, ob die erarbeiteten Massnahmen allen gefallen. Die Gemeinde hat sie bereits den zuständigen kantonalen Instanzen zur Vorprüfung vorgelegt.

Ziel der Gemeinde ist es, für die Umsetzung der Massnahmen einen Betrag von 4000 Franken in das Budget für das Jahr 2014 aufzunehmen. Und in etwa vier bis fünf Jahren sollte die sich in schlechtem Zustand befindende Kehlhofstrasse saniert werden, worauf die baulichen Vorkehrungen für die Verkehrsberuhigung definitiv getroffen würden.

Aufeinander Rücksicht nehmen

Ein Besucher der Informationsveranstaltung meinte, dass grundsätzlich Fahrradfahrer, Automobilisten und alle übrigen Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen sollten. Gefordert wurde auch, dass an der Kehlhofstrasse ein gewisser Verkehrsfluss eingehalten und die Zufahrt zur Romanshornerstrasse möglichst unbehindert erfolgen sollte.

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