Auf Adlers Schwingen im Malojawind

Die Musikgesellschaft Märstetten entführte das Publikum am Unterhaltungsabend auf einen abwechslungsreichen Rundflug. Rund 300 Personen belohnten den urchigen Auftritt mit Applaus.

Rudolf Steiner
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Glänzendes Blech: Konzentriert gehen die Musikanten ans Werk. (Bild: Rudolf Steiner)

Glänzendes Blech: Konzentriert gehen die Musikanten ans Werk. (Bild: Rudolf Steiner)

MÄRSTETTEN. Draussen vor der Mehrzweckhalle Weitsicht blies eine winterlich kalte und steife Brise und liess überhaupt keine Frühlingsgefühle aufkommen. So hatten die MG Märstetten unter der Leitung von Dirigent Suso Stoffel die schwierige Aufgabe, dem Publikum mit ihrem abwechslungsreichen Programm «Höheflüg mit Alpeluft» ein Gefühl von Frühling einzuhauchen.

Start im Sternenglanz

Buchstäblich zu nächtlicher Stunde wurde mit dem Konzertmarsch «Im Glanz der Sterne» des rumänischen Komponisten Franz Watz zum Höhenflug in den Frühling auf der Alp gestartet. Zur Melodie des Phantasiestücks «Mountain Panorama» von Manfred Schneider konnte dann das Publikum erstmals die Gedanken schweifen lassen. Majestätisch schwangen sich dann die 40 Musikanten beim «Dance of the Condor» des bekannten Komponisten Eduardo Suba in schwindelerregende Höhen. Mit dem Stück «Malojawind» von Ueli Moser folgte aber weder ein Absturz noch eine Bruchlandung, sondern mit dem Walzer «Alpine Post» von Paolo Baratto nur der turbulente Flug und Übergang zur Schweizer Alpenpost.

Lebensfreude auf der Vogelwiese

Praktisch ohne Verschnaufpause ging der Flug weiter mit der lüpfigen böhmischen Polka «Auf der Vogelwiese» des tschechischen Komponisten und Kapellmeisters Josef Poncar. Mit dem Walzer «Lebensfreude pur», dem Filmsoundtrack «Heidi» und dem Ohrwurm «Heimweh» der Berner Popband Plüsch näherte sich der musikalische Ausflug langsam dem Ziel. Bei «Everybody loves a Lover», dem Hit von Doris Day, konnten dann Andreas Stadelmann, Evelyne Zuber und Eugen Koster als Solisten brillieren und leiteten über zum abschliessenden Medley «Superstimmung» von Willi März.

Mit der Jubiläumskomposition «Fascinating Swiss Wind Music» von Bandleader Pepe Lienhard als Zugabe beendete die MG Märstetten den Unterhaltungsabend fulminant. Sozusagen als Dreingabe und passend zum Thema führte die vereinseigene Theatergruppe im zweiten Teil das Stück «Bäre uf dä Alp» auf, in dem nicht nur Bären angeschossen, sondern sogar Gleitschirmflieger abgeschossen wurden.

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