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Auch Mozart hätte es gefallen

Unter dem Titel «Salut d' Amour» gab ein junges Trio in der Pelagiuskirche ein Konzert. Das Publikum bekam leichte Klassik auf hohem Niveau zu hören.
Christof Lampart
Kateryna Timokhina-Haupt, Konstantin Timokhine und Woo Young Jung freuen sich über den Applaus des Publikums. (Bild: Christof Lampart)

Kateryna Timokhina-Haupt, Konstantin Timokhine und Woo Young Jung freuen sich über den Applaus des Publikums. (Bild: Christof Lampart)

BISCHOFSZELL. Es ist Tradition, dass im Rahmen der Rosen- und Kulturwoche ein klassisches Konzert in der Stiftskirche St. Pelagius vorgetragen wird. Am Sonntagabend standen mit Kateryna Timokhina-Haupt (Violine), Konstantin Timokhine (Horn) und Woo Young Jung (Klavier) drei Künstler auf der Bühne, die es verstanden, mit leichter und gut gespielter Klassik das Publikum im Handumdrehen für sich einzunehmen.

Virtuos und süffig

Das Trio scheute sich nicht, Bekanntes für seine Bedürfnisse so zu arrangieren, dass es den eigenen musikalischen Vorlieben perfekt auf den Leib geschneidert war. So wurde aus Mozarts Hornquintett in Es-Dur (KV 407) flugs ein Trio, ohne dass der Esprit darunter litt.

Die dunklen und weichen Schattierungen des Klangs waren stets präsent – insbesondere im lyrischen Mittelsatz. Wunderschön auch, wie präsent das sehr konzentriert musizierende Trio im einleitenden Allegro Marschrhythmen und Konzertantes jeweils zum Leben erweckte. Gross war auch der Beifall, nachdem die Violinistin in Pablo de Sarasates «Zigeunerweisen» grosse Virtuosität mit einem stupenden Klanggefühl zu paaren wusste. Schliesslich war das fürs Horn arrangierte Potpourri von Bernsteins «West Side Story», bei dem alle Hits («Something's coming», «Tonight», «Maria», «America») Bestandteil eines süffigen Ganzen waren, ein perfekter Abschluss vor der kurzen Pause.

Im Gefängnis komponiert

Mit dem Salonstück, das dem Abend den Namen gab, ging es weiter. Das Trio spielte «Salut d'Amour» allerdings ein wenig verhalten, und nahm dem «Liebesgruss» somit etwas von der süsslichen Leichtigkeit, welche das Werk an sich auszeichnet.

Das wohl mit Abstand unbekannteste Werk dürfte das Konzert für Violine, Horn und Klavier von Ethel Smyth (1858 bis 1944) gewesen sein, welches die Komponistin und Frauenrechtlerin 1912 im Gefängnis skizziert und komponiert und 1927 veröffentlicht hatte. Das zwischen Hochromantik und Moderne stehende Werk war ein passender Kontrast zum zuvor Gehörten und lud das Publikum zum konzentrierten und sehr lohnenswerten Zuhören geradezu ein.

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