Auch die Frauen wollen ran

Auf Einladung des Verbands Thurgauer Landwirtschaft liessen sich Interessierte in die Kunst des Grillierens einweihen.

Trudi Krieg
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Der Grill wird überwacht. (Bild: Trudi Krieg)

Der Grill wird überwacht. (Bild: Trudi Krieg)

OBERAACH. Die Grillkurse vom Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) werden seit 19 Jahren jeweils im Sommer auf verschiedenen Bauernhöfen im Thurgau angeboten. Ziel ist es, in Gruppen unter Anleitung aus regionalen Produkten ein gesundheitlich wertvolles Menu herzustellen. Gestartet wurde im Schlösslipark Oberaach.

Es roch sommerlich nach Grillieren auf dem Vorplatz des Schlössliparks Oberaach. In Erwartung der Sonne, die dann tatsächlich kam, hatte das Organisationskomitee «Grillkurs» draussen die standesgemäss mit Edelweiss-Tischtüchern überzogenen Tische gedeckt. Organisatoren, Sponsoren und spätere Anbieter der Grillkurse waren eingeladen, sich vom Grilleur wertvolle Tips geben zu lassen.

Urs Schär begrüsste die Gäste im Namen des Verbands Thurgauer Landwirtschaft (VTL). Die Grillkurse seien immer sehr gut besucht. Von April bis Juni werden auf acht Höfen im Thurgau neun Grillkurse angeboten. Dann übergab er das Wort dem Grilleur Daniel Kindl.

Er sei immer wieder überrascht, wie viele Stammgäste zu den Grillkursen kommen, sagte Kindl, während er das diesjährige Menu vorstellte: Die Power Omelette mit fünf Sorten Körnern und Gemüse enthalte wegen den Körnern viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche helfen, die im Fleisch auch vorhandenen gesättigten Fettsäuren zu verdauen. Sie sei ein idealer Magenöffner. Die Gäste liessen sich das Power Omelette schmecken und bewegten sich dann Richtung Kugel-, Gas- und Holzkohlegrill, um zu sehen, was da brutzelte. Nicht nur das Kalb- Rind- und Geflügelfleisch sei aus der Region, auch die Holzkohle komme aus der Schweiz, hergestellt von einem Köhler im Emmental, schwärmte Kindl, während er die mit Dörrfrüchten gefüllten Kalbskoteletten und die Pouletschenkel am Rosmarinspiess vom Gas auf den Holzkohlegrill übersiedelte.

Oberstes Gebot sei, dass man den Grill nie mehr verlasse, sobald man angefangen habe zu grillieren. Das Grillieren habe etwas Archaisches, Urmännliches an sich, gestand Kindl. «Früher durften sich die Männer am Grill die Finger verbrennen, und wenn alles bereit war, kam auf einen Pfiff auch noch der Salat aus der Küche dazu. Heute wollen sich die Frauen auch die Finger verbrennen.»

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