Attraktive Lage für Senioren

Der Spatenstich ist gesetzt: In Tägerwilen entsteht das Projekt «Wohnen in der zweiten Lebenshälfte». Die Bürgergemeinde Tägerwilen investiert 3,9 Millionen Franken. Bezugsbereit sind die neun Wohnungen im Frühsommer.

Kurt Peter
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Die Baukommission mit Karin König, Kassierin der Bürgergemeinde, Viktor Lussi, Franziska Wirz, Bernard Roth und Brigitte Seger. (Bild: Kurt Peter)

Die Baukommission mit Karin König, Kassierin der Bürgergemeinde, Viktor Lussi, Franziska Wirz, Bernard Roth und Brigitte Seger. (Bild: Kurt Peter)

Tägerwilen. An der Bahnhofstrasse in Tägerwilen entsteht ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen. Dieses Projekt «Wohnen in der zweiten Lebenshälfte» geht auf eine Initiative der politischen Gemeinde Tägerwilen zurück. Gemeindeammann Markus Thalmann erklärt, sie hätten sich während einer langen Zeit Gedanken über die älter werdende Gesellschaft gemacht.

Bedürfnis der Alleinstehenden

Nun sei die Bürgergemeinde auf den Zug aufgesprungen, wie Thalmann sich ausdrückte, was ihn sehr freue. Mit Brigitte Seger sei der Gemeinderat zudem in der Baukommission vertreten. Das an der Bahnhofstrasse entstehende Gebäude decke das Bedürfnis nach kleineren Wohnungen für Alleinstehende. Bereits 2008 sei der Bedarf abgeklärt und das Bauprojekt durch das Architekturbüro Imhof + Roth erarbeitet worden.

Bauzeit knapp ein Jahr

Viktor Lussi, Präsident der Bürgergemeinde, sprach von einem guten Projekt, das mitten im Dorf lokalisiert sei. Im Oktober 2009 habe die Bürgergemeinde erstmals vom geplanten Bau erfahren und sich entschieden, in das Projekt zu investieren. Der dazu nötige Kredit wurde am 8. November vergangenen Jahres von der Bürgergemeinde bewilligt. 3,8 Millionen Franken inklusive Landkauf stehen für die Realisierung zur Verfügung.

Knapp ein Jahr Bauzeit

Die Parzelle wurde am 1. März von der politischen Gemeinde erworben. Viktor Lussi rechnet mit einer Bauzeit von knapp über einem Jahr, so dass die Wohnungen im Frühsommer 2012 bezugsbereit sind.

Auf einen problemlosen Bauverlauf hofft auch Architekt Bernard Roth, der am Spatenstich von «einem grossen Projekt auf einem kleinen Grundstück» sprach. Er empfindet es als positiv, dass man die Nachbarn regelmässig über die weiteren Schritte des Projektes informiert habe.

Feuerfestes Archiv entsteht

Die Bürgergemeinde nutzt einen Teil der Liegenschaft selbst und baut einen feuersicheren Archivraum für wertvolle Dokumente. Diese sind bisher in der Alten Mühle untergebracht. Die Baukosten dafür betragen 120 000 Franken. Vermietet werden die Wohnungen von der «immokanzlei» Kreuzlingen. Es handle sich um 21/2- und 31/2-Zimmer Wohnungen, informiert Franziska Wirz von der «immokanzlei». Diese würden mit einem hochwertigen Innenausbau überzeugen. Sie sind mit dem Lift zu erreichen, schwellenlos und verfügen über ein behindertengerechtes Bad. Als weiteren grossen Vorteil bezeichnet Franziska Wirz die Nähe zu Post, Banken, Bahnhof und Einkaufsmöglichkeiten.

Das Ziel von «Wohnen in der zweiten Lebenshälfte» sei die gegenseitige Unterstützung in guter Nachbarschaft. Bei Bedarf könnten zur Entlastung auch externe Dienstleistungen beansprucht werden.

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