Attraktive Berufslehren hautnah erleben

Der Gewerbeverein Ermatingen und Umgebung hat mit der Sekundarschule ein neues Berufswahlkonzept erarbeitet. Während zweier Tage erhielten die Schüler tiefe Einblicke in Berufsfelder gemäss ihren Interessen und Stärken.

Werner Lenzin
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Polier Adrian Peter zeigt Maximilian Füchtenbusch sein Handwerk. (Bild: Werner Lenzin)

Polier Adrian Peter zeigt Maximilian Füchtenbusch sein Handwerk. (Bild: Werner Lenzin)

ERMATINGEN. «Wir wollen den Eltern zeigen, dass man mit einer Berufslehre ein gutes Fundament legt für die Zukunft», betont Rolf Kunz vom Gewerbeverein Ermatingen. Er hat als Chefexperte beim Thurgauischen Baumeister-Verband die Idee für ein zeitgemässes Berufswahlkonzept entwickelt und die Kollegen des Gewerbevereins damit motiviert. Bei den beiden Berufswahltagen konnten aber nicht alle Plätze besetzt werden.

Start mit Elternabend

Das gemeinsame Ziel von Schule und Gewerbeverein ist klar: Sie wollen Eltern und Schülern wieder vermehrt die Berufslehre zeigen. Mit einem Elternabend nahmen die Ermatinger Berufswahltage ihren Auftakt. Maximilian Füchtenbusch lernte auf einer Baustelle in Tägerwilen den Beruf des Maurers kennen. «Ich wurde informiert über die dreijährige Lehrzeit, die Weiterbildungsmöglichkeiten und konnte auch praktisch Hand anlegen, nämlich beim Befestigten von Gipslatten im Fachwerk», berichtet der Sekundarschüler. Er und weitere 30 Schüler der zweiten Klasse erhielten die Möglichkeit, die Attraktivität einer Berufslehre kennen zu lernen. Bauführer Pascal Schär erklärte, was eine Lehre bedeutet, und konnte den Jugendlichen im Rahmen des Schlussgesprächs zahlreiche Fragen beantworten.

Garage und Hotel

In der Garage Kern informiert sich Pascal Widmer über den Beruf des Automobilmechatronikers EFZ. Er ist mit Drittjahrlehrling Nathanael Fischbacher mit der Reparatur eines Motors beschäftigt. «Zuverlässigkeit und handwerkliches Geschick sind das A und O in diesem Beruf», erklärt der Lehrling. Ladina Staub und Desirée Kressibuch erhalten Informationen von Marie-Anne Hostettler Cobigo, Besitzerin des «Ermatingerhof» über den Beruf der Hotelfachfrau. «Für diesen Beruf braucht es kommunikative, offene und vielseitige Leute mit einer guten Basisausbildung», sagt sie.