Attraktiv für Tiere und Pflanzen

14 Hausbesitzer sind einem Aufruf des Vogel- und Naturschutzvereins Romanshorn und Umgebung gefolgt. Sie wollen ihren Garten naturnah gestalten.

Markus Bösch
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Geht mit gutem Beispiel voran: Corinne Röthlisberger vom Vogel- und Naturschutzverein hat ihren Garten naturnah gestaltet. (Bild: Markus Bösch)

Geht mit gutem Beispiel voran: Corinne Röthlisberger vom Vogel- und Naturschutzverein hat ihren Garten naturnah gestaltet. (Bild: Markus Bösch)

ROMANSHORN. Wer einen Garten hat, der kann diesen vor allem im Sommer geniessen. Je nach Gestaltung haben aber auch einheimische Tiere ihre Freude, angelockt durch Farben und Düfte. «Vögel und Insekten sind angewiesen auf Nahrung und Nistplätze.

Vor allem in Dörfern und Städten sind diese aber teilweise rar. Mit einheimischen Pflanzen können Gärten so gestaltet werden, dass sie attraktiv für einheimische Tiere sind», weiss die gelernte Landschaftsgärtnerin Corinne Röthlisberger, Präsidentin des örtlichen Vogel- und Naturschutzvereins. Sie hat zusammen mit dem Vorstand zu diesem Thema vor drei Monaten einen Wettbewerb lanciert.

Idee: Naturgarten anlegen

Die Idee dahinter: Bewohner von Romanshorn, Uttwil, Kesswil und Dozwil sollen ermuntert werden, auf einen Naturgarten oder naturnahe Gartenpflege und -planung umzusteigen. Anfangs seien die Anmeldungen spärlich eingegangen: «Ich weiss, dass es Überwindung für solche Schritte braucht», sagt Röthlisberger. Dank einigem Werbeaufwand seien nun 14 Anmeldungen eingegangen, meist von Nicht-Vereinsmitgliedern. Die Gärten seien zwischen 30 bis 2000 Quadratmeter gross. «Alles in allem sind wir zufrieden mit der Anzahl Anmeldungen.»

Zeit bis Mai 2013

Natürlich gebe es Fragen, wie zum Beispiel ob ein Naturgarten mehr Pflege und Arbeit braucht, welche Pflanzen zulässig sind, wie man mit Unkraut und Beikraut umgeht oder wie ein Naturgarten aussieht.

In Kürze erhalten die Teilnehmer ein Dossier mit vertieften Informationen und Hinweisen auf Kurse. Sie hätten dann bis Ende Mai 2013 Zeit, ihren Garten naturnaher zu gestalten. Der Verein bietet auch Beratungen an, wobei die erste Stunde gratis ist, die weiteren benötigten Stunden werden zu günstigen Ansätzen angeboten.

«Bewertet werden vor allem die Verbesserungen im Vergleich zum Anfangszustand und weniger das Endprodukt. Anschliessend besuchen wir die am höchsten rangierten Gärten nochmals, um die drei Gewinner festzulegen», sagt Röthlisberger. Um auch die Leute zu berücksichtigen, die bereits jetzt einen Naturgarten haben, wird der Verein in naher Zukunft einen weiteren Wettbewerb durchführen.