Armee sorgt für schöne Aussicht

BISCHOFSZELL. Der in die Jahre gekommene Aussichtsturm bei der Bischofszeller Waldschenke muss einem Neubau weichen. Erstellt wird der neue Turm durch Soldaten, die in Arbon ihren WK absolvieren.

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
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Die Armeeangehörigen bauen den Turm neu auf. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Die Armeeangehörigen bauen den Turm neu auf. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Idyllischer kann eine Waldschenke kaum gelegen sein: Eingerahmt von einer Bergkulisse und Obstbäumen liegt das beliebte Ausflugsziel in einer Waldlichtung auf dem Bischofsberg – zwischen den Wakkergemeinden Bischofszell und Hauptwil. Besondere Weitsicht wird bald der neue Aussichtsturm bieten. Er wird von der Bürgergemeinde Bischofszell mit Unterstützung der Bausappeurkompanie des Katastrophenhilfebataillons 23 aufgebaut.

«Am fast 40jährigen Aussichtsturm hat der Zahn der Zeit genagt», sagt Walter Bollier, Waldpräsident der Bürgergemeinde Bischofszell. Aus Sicherheitsgründen haben er und Sacha Derron, Leiter der Bauverwaltung Bischofszell, im Herbst entschieden, den in die Jahre gekommenen Turm abzubauen. Gleichzeitig fand eine Kontaktaufnahme mit der Armee in St. Gallen, dem Kommando Territorialregion 4, statt. Sitzungen folgten, Turmbaupläne wurden gezeichnet und Statikberechnungen gemacht. Auch mussten Stahlsäulen für das Fundament beschafft werden. Das witterungsbeständige Douglasienholz, welches für den Turmaufbau verwendet wird, stammt aus dem Bischofszeller Wald.

Vier Wochen für Aufbau

In ihrem WK bauen nun 15 in Arbon stationierte Armeeangehörige den rund vier Meter hohen Aussichtsturm neu auf. Für den Gefreiten Kevin Hecht aus Olten ist dieser Militäreinsatz eine spannende Erfahrung. «Für mich ist es interessant, mit Holz zu arbeiten», sagt der gelernte Maurer. Die schöne Lage der Waldschenke habe es ihm besonders angetan.

Walter Bollier schätzt die professionelle Zusammenarbeit mit dem Militär. Die Armeeangehörigen geben ihr Bestes. Oberstes Ziel für ihn ist die Sicherheit. «Der Turm wird den bfu-Richtlinien entsprechen», erklärt der Waldpräsident. So wird aus Sicherheitsgründen der Holzturm mit einem Maschendrahtzaun eingezäunt werden.

Eine Bereicherung

«Der Aussichtsturm ist ein Geschenk der Bürgergemeinde Bischofszell an die Gäste, die in der Waldschenke haltmachen», sagt Walter Bollier und schwärmt, dass man bei schönem Wetter vom Turm aus sogar die Glarner Alpen bis zum „Vrenelisgärtli“ sieht. «Für uns ist der Turm eine Bereicherung», sagt Hans Maag, Pächter der Waldschenke.