Arena weiter auf Erfolgskurs

Der Bodensee-Arena gelingt es, das Verlustgeschäft bei der Eisvermietung zu kompensieren. Events und der Umsatz im Gastrobereich sorgen für positive Betriebsergebnisse.

Martin Bänziger
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Die Bodensee-Arena wird auch 2009 einen Betriebsgewinn vorweisen können. (Bild: Susann Basler)

Die Bodensee-Arena wird auch 2009 einen Betriebsgewinn vorweisen können. (Bild: Susann Basler)

Kreuzlingen. Im letzten Jahr erwirtschaftete die Bodensee-Arena einen Betriebsgewinn von 75 000 Franken, und auch in diesem Jahr soll ein gleich grosser Erfolg resultieren, informiert Verwaltungsratspräsident Matthias Mölleney auf Anfrage. Auf den Betriebskostenzuschuss von 400 000 Franken und die Defizitgarantie von 100 000 Franken der Stadt kann der Arena-Verwaltungsrat jedoch nicht verzichten.

Das 2008 erstellte Positionspapier legt fest, dass sich die Bodensee-Arena neben der Eisvermietung und dem Gastrogeschäft mit Restaurant und Motel vor allem im multifunktionalen Eventbereich positionieren will. Dazu gehören kulturelle Veranstaltungen wie auch Sportanlässe, die in der Halle durchgeführt werden können.

Mischrechnung

Mölleney betont, die reine Eisvermietung bleibe weiterhin ein Verlustgeschäft. Es funktioniere nur in einer Mischrechnung mit attraktiven Events.

Der Verwaltungsratspräsident will das Kerngeschäft Eisvermietung so kostengünstig wie möglich betreiben. Auf der gewinnbringenden Seite befindet sich dagegen das Bodensee-Restaurant. Es konnte seinen Umsatz von 700 000 Franken 2007 im letzten Jahr um weitere 100 000 Franken steigern, und in diesem Jahr erwartet Mölleney trotz Wirtschaftskrise ein gleich gutes Ergebnis wie im Vorjahr.

Highlights auch 2010

Der Verwaltungsratspräsident ist erfreut, auch nach dem siebenwöchigen Gastspiel der «Grössten Schweizer Hits» (vgl. Artikel rechts) weitere Highlights in der Agenda 2010 vorweisen zu können. So seien im Januar die Moscow Stars on Ice in der Bodensee-Arena zu Gast, im Februar der Allgäuer Musikantenstadl mit Andy Borg, im März Hansi Hinterseer und eine Abba-Coverband, im Mai ein Eishockey-Länderspiel Norwegen – Schweiz und im November Deep Purple, was ihn besonders freue.

Neue Garderoben

Die Bodensee-Arena kann selbst jährliche Investitionen bis rund 50 000 Franken verkraften. Bei höheren notwendigen Investitionen muss die Stadt als Besitzer der Arena ihren Teil beisteuern. So steht für 2010 die Renovation aller vier Garderoben an, was 150 000 bis 200 000 Franken kosten wird. Zudem erstellt der Verwaltungsrat ein Konzept der energetischen Massnahmen, um die Arena von den hohen Energiekosten zu entlasten. Dabei geht es um die Verbesserung der Hallenlüftung und der Wärmerückgewinnung.

Sobald das Konzept vorliege, müsse der Stadtrat entscheiden, in welches Projekt zuerst investiert werde, versichert Mölleney.

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