Arboner Stadtrat gelobt Besserung

So gross könne das Misstrauen gegenüber der städtischen Informationspolitik nicht sein, wenn vier Exekutivmitglieder wiedergewählt werden. Gleichwohl will es der Arboner Stadtrat besser machen.

Max Eichenberger
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ARBON. Verschiedentlich kritisch gewürdigt worden sind in der Öffentlichkeit und von Parteivertretern eine «mangelnde Bürgernähe» und «ungenügende Kommunikation» von Stadtrat und Verwaltung. Dazu hatte SVP-Fraktionspräsident Andrea Vonlanthen – noch vor den Erneuerungswahlen – im Parlament eine Interpellation eingereicht.

Vonlanthen ortete ein verbreitetes Misstrauen. Was der Stadtrat derart in den Resultaten der Wahlen indessen sich nicht widerspiegeln sieht: Immerhin seien der Stadtammann und drei Stadträte bestätigt worden. Und Wahlen seien eine Form der gesellschaftlichen Kontrolle.

Öffentliche Infoanlässe

Konstruktiver Kritik und lösungsorientierten Vorschlägen werde sich der Stadtrat jedoch nicht verschliessen. Schritte hat er eingeleitet, die Kommunikation aus dem Stadthaus zu optimieren. So wolle er neben den projektbezogenen Informationsveranstaltungen auch öffentliche Infoanlässe zu aktuellen Themen durchführen. Eine offene Fragerunde im Anschluss würde Teil davon sein. Bei der kritisch aufgenommenen Neugestaltung der Bahnhofstrasse und dem Knoten Rosasco hat der Stadtrat noch reagiert. Zur Siedlungs- und Verkehrsentwicklung bei der Seestrasse hat er im Zusammenhang mit dem Gestaltungsplan Seegarten bereits rascher öffentlich informiert. Weiter erwähnt die Behörde Infoanlässe zu den Themen Lebensraum Altstadt und Verkehrskonzept Spange Süd.

Konzept wird überarbeitet

Es bestünden weitere Ideen, die nun geprüft würden. Dies im Rahmen der Überarbeitung des Kommunikationskonzeptes, die in der zweiten Jahreshälfte angegangen werde, wie der Stadtrat ankündigt. Eine personelle Reorganisation ist bereits erfolgt. So ist der Bereich Stadtentwicklung losgekoppelt worden. Die Stabsstelle Kommunikation und Marketing wird ab August in der Person von Thomas Steccanella besetzt. Er folgt auf Monique Trummer Kissling.

Auf Vonlanthens Frage, ob der Stadtrat bereit sei, seine Sitzungen zu wichtigen Sachfragen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gibt sich dieser unbestimmt – und verweist auf den kantonalen Diskurs. Ihre «Informations- und Interaktionsangebote» werde die Stadt Arbon in Anlehnung an die E-Government-Strategie des Kantons Thurgau «kontinuierlich weiterentwickeln».