Arboner Kleider in Kroatien

ARBON. Der Kroatische Kulturverein Arbon hat für die Flutopfer in Kroatien gesammelt. Drei Mitglieder sind nach Cerna im Osten Kroatiens gereist und haben die Spenden verteilt.

Mirco Huser
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Heiss begehrt von der Bevölkerung in Cerna: Kleider und Gummistiefel. In einer Turnhalle werden die Hilfsgüter verteilt. (Bild: pd)

Heiss begehrt von der Bevölkerung in Cerna: Kleider und Gummistiefel. In einer Turnhalle werden die Hilfsgüter verteilt. (Bild: pd)

Mit einem vollbepackten Auto trat Nada Strasser vom Kroatischen Kulturverein Arbon mit zwei weiteren Mitgliedern die über 1000 Kilometer lange Reise nach Cerna im Osten Kroatiens an.

Viele gespendete Sachen

Gespendete Gummistiefel, Hygieneartikel, Medikamente und verschiedenste Kleidungsstücke haben sie in den Kofferraum gepackt. «In meiner Garage sammelte ich die Waren. Gespendet haben nicht nur Kroaten. Viele Schweizer haben Sachen gegeben, um so den betroffenen Personen im Krisengebiet helfen zu können», sagt Nada Strasser.

An ihrem Ziel angekommen, besuchten sie die zu einer Notunterkunft umfunktionierte Turnhalle. Etwa 200 Menschen leben seit der grossen Überschwemmung mit ihrem geretteten Hab und Gut in der Halle und schlafen auf Matratzen.

Grosses Bedürfnis

Die mitgebrachten Hilfsgüter waren schnell verteilt. Das Bedürfnis und somit der Mangel an Hygieneartikeln und Medikamenten ist sehr gross. Auch die mitgebrachten Mückensprays waren begehrt. Dringend benötigt wurden die etwa 40 Paar mitgebrachten Gummistiefel. Obwohl vielen Familien der Zugang zu ihren Häusern noch versperrt ist, konnten einige schon mit den Aufräumarbeiten beginnen. Im schlammigen Untergrund sind da die Gummistiefel aus der Schweiz natürlich nützlich. Nada Strasser hat aber auch an die Kinder gedacht. Die mitgebrachten Süssigkeiten waren schnell verschlungen.

«Die Gemeinde Cerna und die Bewohner der Notunterkunft waren unglaublich dankbar für die gespendeten Gegenstände.» Sie stehe immer mit dem Dorf in Kontakt und werde im Juli während den Aufräumarbeiten nochmals eine Reise nach Cerna antreten, um weitere Hilfsgüter zu bringen, sagt Nada Strasser.

Am Donnerstag seien die restlichen Spenden von Arbon, welche Nada Strasser nicht mitnehmen konnte, von Kroaten aus Winterthur nach Cerna gebracht und verteilt worden.

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