Arboner Kinder auf Wildsaujagd

Im Zik in Arbon herrscht am Mittwochnachmittag gespannte Stimmung. Rund 200 Kinder warten auf Marius und die Jagdkapelle. «Kultur läbt» hat mit der Gruppe ein Stück Kultur für die Kleinen nach Arbon gebracht.

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Jägermeister Brünzli mit Marius Tschirky. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Jägermeister Brünzli mit Marius Tschirky. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Im Zik in Arbon herrscht am Mittwochnachmittag gespannte Stimmung. Rund 200 Kinder warten auf Marius und die Jagdkapelle. «Kultur läbt» hat mit der Gruppe ein Stück Kultur für die Kleinen nach Arbon gebracht.

Kinderfreundliches Jagen

Die Lichter gehen aus und die Jagdkapelle tritt auf die Bühne. Marius und seine vier Jagd-Kumpanen nehmen die Dreikäsehochs auf eine Wildsaujagd mit. Marius, Tombär, Bärechrüseler, Supertreffer und Peter mit dem Wolf sind auf der Pirsch. Sie jagen eine Wildsau. «Wildsaujagd» heisst auch das erste Lied der Kinderpopband.

Doch eigentlich haben die fünf Angst vor dem Tier – was sie aber niemals zugeben würden. Zudem können und wollen sie gar nicht jagen. Wer das Fell der Wildsau berührt, hat schon gewonnen.

Der Löwenzahn liebt die Kuh

Musik beherrschen Marius und die Jagdkapelle besser als das Jagen. Die Kinder sitzen am Boden und hören gespannt zu, während die Kinderpopband verschiedene Geschichten in Melodien verpackt. Zum Beispiel die Geschichte von einem Löwenzahn, der sich in die Kuh «Lisä» verliebt hat.

Oder vom Specht, der die ganze Zeit mit seinem Schnabel gegen einen Baum schlägt und dem eigentlich schlecht werden müsste. Auch vom Fredy, dem Wurm, der alles kann, haben sie eine Geschichte mitgebracht. Die Kinder sitzen jetzt nicht mehr, sondern tanzen zur Musik.

Besuch vom Jägermeister

Und dann kommt der Oberjägermeister Brünzli vorbei. Normalerweise ist er bekannt für seinen grossen Wortschatz an Fluchwörtern. Denn «Fluchen ist gesund», ist der Jägermeister überzeugt.

Wut in sich hineinfressen gäbe einen dicken Bauch, der irgendwann platzt, meint er.

Doch in diesem Moment hält Jägermeister Brünzli zurück. Es blieb bei seinem Lieblingsfluchwort «Habakuk». Stattdessen stimmt der sonst so grimmige Jäger ein Frühlingslied an. Der Winter kann gehen.

Die Lichter gehen aus

Irgendwann geht aber auch die spannendste Jagd zu Ende, weil die Jäger müde werden. Die Kapelle stimmt das letzte Lied an. Nur die Kinder haben noch nicht genug.

«Zugabe, Zugabe, Zugabe», rufen sie mit aller Kraft. Zwei Lieder gibt es noch. Sogar der sonst so schüchterne Supertreffer, der sich gerne hinter dem Schlagzeug versteckt, gibt noch das Lied vom Pilz zum besten. Dann verschwindet die Band hinter der Bühne und die Lichter gehen wieder an.

Die Eltern nehmen ihre Kinder an der Hand und sie machen sich auf den Heimweg.

Michèle Vaterlaus