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ARBON: «Wir sehen Arbon als Velostadt»

Im Adolph-Saurer-Quai ist eine neue Tempo-30-Zone entstanden. Es war nicht die letzte Temporeduktion von 50 auf 30 in Arbon. Ein Dauerthema bleibt die Parkplatzsituation.
Ralf Rüthemann
Auf dem Adolph-Saurer-Quai darf – wie an vielen Orten – nur noch mit Tempo 30 gefahren werden. (Bild: Ralf Rüthemann)

Auf dem Adolph-Saurer-Quai darf – wie an vielen Orten – nur noch mit Tempo 30 gefahren werden. (Bild: Ralf Rüthemann)

Mehr Sicherheit, mehr Ruhe, mehr Lebensqualität: Das sind die Hauptziele, welche die Stadt Arbon mit der Einführung von Tempo-30-Zonen verfolgt. In einem Grossteil der Stadtgebiete ist die Geschwindigkeit bereits auf 30 Kilometer pro Stunde beschränkt, zuletzt hinzugekommen ist die neue Tempo-30-Zone im Adolph-Saurer-Quai. Das öffentliche Auflageverfahren dafür war ohne Einsprache über die Bühne gegangen. Jetzt fehlt nicht mehr viel, bis in fast allen Gebieten in Arbon eine Dreissigertafel steht. Ausnahmen bilden die kantonseigenen Hauptstrassen, dort bleibt das Tempolimit nach wie vor bei 50 Kilometern pro Stunde.

Bergli Süd als letzte grosse Einheit

Die nächste und wohl letzte grössere Temporeduktion steht im Gebiet Bergli Süd an. «Wir haben nun die Rückmeldung vom Kanton mit Nachbesserungen erhalten», erklärt Tiefbau-Chef Rainer Heeb. Ein grosses Thema seien stets die Fussgängerstreifen, die bei der Tempo-30-Zone grundsätzlich wegfallen. Stattdessen müssen bauliche Massnahmen wie beispielsweise die Verengung der Strasse gemacht werden. «Bis Ende Jahr wollen wir dieses Projekt umgesetzt haben, wobei es natürlich noch darauf ankommt, ob es Einsprachen gibt oder nicht», sagt Heeb.

Stets für Diskussionen und mitunter sogar für Aufruhr bei der Einführung von Dreissiger-Zonen sorgt die Parkplatzsituation. Im Adolph-Saurer-Quai sind nun auch Parkplätze weggefallen, wie auch schon bei der Einführung der Tempo-30-Zone an der Gäbrisstrasse/Gartenstrasse/Kronbergstrasse.

«Um die Verkehrssicherheit einhalten zu können, müssen wir bei neuen Dreissiger-Zonen die bestehenden Parkplätze anhand der gültigen Normen überprüfen und teilweise anders situiert in geringerer Anzahl neu anordnen», sagt Rainer Heeb. Die allgemeine Parkplatzsituation soll sich aber nicht verschlechtern, wie Stadtpräsident Andreas Balg ergänzt: «Es kann zwar sein, dass die eine oder andere Person nicht mehr direkt vor der Haustüre parkieren kann. Doch insgesamt bleibt die Anzahl öffentlicher Parkplätze in etwa gleich. Für die wegfallenden Parkplätze schaffen wir an einem anderen Ort dafür neue.»

Dies betrifft auch die wegfallenden Parkplätze im Adolph-Saurer-Quai, welche durch neue Parkplätze gleich an der Bahnhofstrasse ersetzt werden sollen. Dort ist ebenfalls eine Tempo-30-Zone geplant. «Sobald das städtische Parkierungsreglement vom Stadtparlament abgesegnet ist, können wir mit diesem Projekt weitermachen», sagt Rainer Heeb.

Weniger Autos, mehr ÖV

Langfristig gesehen sollen in Arbon immer genügend öffentliche Parkplätze vorhanden sein. Die Quartiere sollen ständig zu einer besseren Aufenthaltsqualität mit sozialen Begegnungsräumen weiterentwickelt werden. Dies bildet ein fester Bestandteil des Richtplans, wie Stadtplaner Thomas Wiegand erklärt. Ebenfalls im Richtplan festgehalten ist, dass der motorisierte Individualverkehr immer mehr zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs wegfallen soll. «Und wir sehen Arbon auch als eine Velostadt», sagt Andreas Balg. Der halbe Stadtrat macht dies bereits vor.

«Ein übergeordnetes Ziel des Richtplans in Sachen Verkehr ist die Entlastung der Wohnquartiere vom motorisierten Individualverkehr», sagt Thomas Wiegand. In älteren Weisungen spricht man dann von einem Quartier, wenn das Gebiet einen «gleichartigen Charakter» hat. Auf jeden Fall besteht eine Quartierzone aus mehr als einer Strasse. Dies steht so im Arboner Leitfaden für die Einführung von Tempo-30-Zonen.

Ralf Rüthemann

ralf.ruethemann@thurgauerzeitung.ch

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