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ARBON: Wieder Einbahn – aber andersrum

Das Projekt «Lebensraum Altstadt» ist eine Zangengeburt. Im Herbst soll der 2,67-Millionen-Kredit nach der Beratung im Parlament vors Volk kommen. Der Verkehr wird in einer Richtung durch die Hauptstrasse geführt.
Max Eichenberger
Während des Provisoriums vor drei Jahren rollte der Verkehr vom Marktplatz zum Obertor einspurig durch die Hauptstrasse. Künftig soll es in die umgekehrte Richtung gehen.

Während des Provisoriums vor drei Jahren rollte der Verkehr vom Marktplatz zum Obertor einspurig durch die Hauptstrasse. Künftig soll es in die umgekehrte Richtung gehen.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Sie war schon einmal anders, als sie zukünftig sein wird. Gemeint ist die Verkehrsführung durch das Arboner Städtli. Und wenn denn das Projekt «Lebensraum Altstadt» so durch das Parlament kommt und vom Volk im Herbst genehmigt wird, wie es der Stadtrat beantragt, so rollt der Verkehr nach der Umgestaltung wieder einspurig durch die Hauptstrasse.

Nicht mehr in beide Richtungen

Und zwar nicht mehr in beide Richtungen, wie das heute der Fall ist. Die Autos fahren dann aber auch nicht mehr vom Marktplatz via Kappeli-Kurve zum Obertor hoch wie noch beim befristeten Provisorium vor drei Jahren. Dieses Provisorium wollte der Stadtrat damals eigentlich verlängern und in eine definitive Lösung überführen. Doch weil er die Fristen nicht beachtet hatte, wurde das Provisorium auf Geheiss des Kantons dann aufgehoben und dieser Entscheid des Departementes für Bau und Umwelt (DBU) schliesslich durch das Verwaltungsgericht bestätigt.

Nach einer nochmaligen Analyse gescheitert

Das ist Schnee von gestern. Und im nachhinein vielleicht auch gut so. Denn: Inzwischen hat man herausgefunden nach der Analyse der Verkehrsströme sowie der häufigsten Zielorte, dass die Altstadt am effektivsten entlastet würde, wenn der Verkehr in umgekehrter Richtung rollt: also auf der Hauptstrasse das Obertor hinab am Stadthaus vorbei zum Marktplatz.

Neu wird auch sein, dass auf der Hauptstrasse nur noch höchstens mit Tempo 20 gefahren werden kann. Von Hausfassade zu Hausfassade gibt es nur noch eine nivellierte Fläche für alle Verkehrsteilnehmer. In diesem Abschnitt wird die Hauptstrasse Teil der Begegnungszone, die sich im Kern der Altstadt von der Walhallastrasse bis zur Turmgasse und vom Marktplatz westwärts bis zum Obertor / Ludi-Distel-Platz erstreckt. Dank des Einbahnverkehrs lasse sich auf der Hauptstrasse «mehr Fläche anderweitig nutzen und ansprechend gestalten – etwa mit zusätzlichen Pflanzen und einladenden Sitzgelegenheiten», streicht der Stadtrat die Vorteile dieser Verkehrslösung heraus. Zudem hätten Kurzzeitparkfelder weiterhin ihren Platz, wie das die Geschäfte wollen. Insgesamt soll die Zahl der Parkplätze gleich bleiben. Hinzu kommen aber öffentlich nutzbare Parkmöglichkeiten im zweigeschossigen Parking im ZiK Areal, das die private Eigentümerschaft dort derzeit erstellt.

Kanton ist gegen eine Erweiterung

Der Stadtrat beabsichtigte, die Begegnungszone und damit Tempo 20 über den Kern hinaus auch auf die Promenadenstrasse auszudehnen, die beim Rathaus einen Knick macht. Insbesondere, weil sich dort unter anderem das Sekundarschulzentrum Reben 4 befindet. Mit Videoaufnahmen wollte die Behörde gegenüber dem Kanon belegen, dass die Querungsfrequenzen dies rechtfertigen würden. Diesem Ansinnen steht aber das kantonale Tiefbauamt als Bewilligungsinstanz ablehnend gegenüber. Begründung: zu viele Parkplätze schränkten die Aufenthaltsqualität ein, was den Anforderungen an eine Begegnungszone widerspräche, argumentiert der Kanton.

Option offenhalten für späteren Zeitpunkt

Trotzdem meinten seine Vertreter im Departement Bau und Umwelt gegenüber der Stadt, dieser Strassenraum solle so gestaltet werden, «dass der Verkehr sich unweigerlich langsam fortbewegen muss». Was der Arboner Bauressortvorsteher Peter Gubser schon Ende Jahr angekündigt hat, bekräftigt nun der Stadtrat in seiner Botschaft an das Parlament: «Der Ausbau soll hier deshalb so erfolgen, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Begegnungszone eingerichtet werden könnte.»

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