ARBON: Wehrturm der Römer

Nach der Entfernung der Linde beim Schlossturm sind jetzt Teile der römischen Kastellmauer freigelegt worden.

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Ein Team des kantonalen Amts für Archäologie ist nun daran, die Mauer zu dokumentieren. Genutzt wird das Verfahren der Fotogrammetrie (Bildmessung). Diese erlaubt es, anhand von Bilddaten ein dreidimensionales Modell der Mauer zu berechnen.

Die freigelegten Teile waren bereits 1960 einmal ausgegraben und mit Hilfe damals gebräuchlicher Dokumentationsmethoden erfasst worden. Allerdings sieht man heute bewusst davon ab, in tiefere, unerforschte Schichten vorzudringen. Der Archäologe Daniel Mayer, der als Grabungstechniker das Team vor Ort leitet, erläutert: «Es ist ein Grundsatz moderner Archäologie, nur auszugraben, was ausgegraben werden muss, da Ausgrabungen immer mit Zerstörung einhergehen. Wir legen die Mauer nur so weit frei, wie das im Rahmen der Sanierungsarbeiten notwendig ist.» Gegenwärtig wird abgeklärt, ob und wie die römische Kastellmauer restauriert wird und somit sichtbar bleibt. (red)