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ARBON: Vom direkten Seezugang abgeschnitten

Durch die Bauerei im Werk Zwei und jenseits der Aach auf Steinacher Gebiet wachsen die beiden Gemeinden zusammen. Nur: Verbindungen an den See fehlen praktisch. Die Bahn trennt. Die Hoffnung ruht auf dem Aachweg.
ln der Saurer-Textplanung von 2004 war eine Bahnüberführung bereits vorgesehen. (Bild: PD)

ln der Saurer-Textplanung von 2004 war eine Bahnüberführung bereits vorgesehen. (Bild: PD)

Zwischen Arbon und Steinach werden grosse Entwicklungsgebiete überbaut. Im Arboner Saurer Werk Zwei entsteht ein neuer Stadtteil. Auf Steinacher Seite ist im Gebiet Schönau eine Siedlung entstanden. HRS plant unmittelbar neben dem Grenzgewässer Aach ein 19-stöckiges Hochhaus. Das Projekt befindet sich noch im Gestaltungsplanverfahren. Die beiden Gemeinden wachsen so im seenahen Gürtel zusammen.

Nur: Bahn und Strasse trennen die neuen Siedlungsgebiete vom See. An den See kommt man nur über Umwege. Hundert Meter von der Einmündung der St. Galler- in die Bahnhofstrasse gibt es zwischen dem Hamel-Markt und dem Bahnhof seit Herbst 2016 immerhin eine Personenunterführung. Und seit fünf Jahren ist in Steinach die Unterführung in die Seestrasse als Teil des Projekts NLK (Neue Kantonsstrasse) in Betrieb. Diese Unterführung bleibt aber dem Autoverkehr vorbehalten. Fussgänger und Velofahrer dürfen sie nicht nutzen. Eine Passerelle auf Höhe des Güterschuppens ist aus Abschied und Traktanden gefallen.

Warten, was auf der Steinacher Seite passiert

Von den Flanken her hat sich die Situation zwar etwas verbessert – die Distanz dazwischen ist aber immer noch beträchtlich. Im Bereich der Aach ist gemäss Richtplanung eine Überführung an den See geplant – auf der nordwestlichen Seite des Grenzbachs, also auf Arboner Gebiet. Das Trassee ist von der Saurer-Testplanung von 2004 übernommen worden in den Richtplan, der entlang der renaturierten Aach eine Verbindung an den See vorsieht. Bis zur Schöntalstrasse ist inzwischen das Projekt Aach-Renaturierung vorangekommen. Die letzte Etappe soll mit der Querung der Bahn realisiert werden.

Unter Zeitdruck sieht man sich bei der Stadt insofern nicht, weil die Planung ohnehin auf das Hochhausprojekt abgestimmt werden muss. «Wir warten darum zu, was auf der sanktgallischen Seite passiert», sagt Remo Tambini, Leiter Abteilung Bau. Einen Variantenentscheid – ob über der Bahn oder unter der Aachbrücke durch – gebe es noch keinen definitiven. Die ursprüngliche Idee ist ein Passerelle-ähnliches Überführungsbauwerk über die knapp acht Meter hohen Bahnfahrleitungen.

Hochwassertechnisch wäre Unterführung enorm teuer

«Durch die beiden Abteilungen der Kantone Thurgau und St. Gallen haben wir abklären lassen, ob eine Unterführung in einem vernünftigen Kostenrahmen möglich wäre», sagt Steinachs Gemeindepräsident Roland Brändli. Ergebnis: Hochwassertechnisch wäre dies bei den dortigen Verhältnissen nur mit einem sehr hohen Aufwand verbunden. Brändli zufolge sei deshalb ein Vorentscheid zu Gunsten einer Über- führung getroffen worden. Der Arboner Stadtrat Peter Gubser will jedoch eine Unterführung, die ihm persönlich lieber wäre, nicht schon voreilig abschreiben. Obwohl die Abteilung Wasserbau Thurgauer Amtes für Umwelt in einem Bericht 2015 verschiedene Bedenken geäussert hat – insbesondre bezüglich Durchfluss bei Hochwasser. Auf dem künftigen Hochhausareal gibt es in parkähnlicher Umgebung ein Wegnetz, das Brändli zufolge über eine Brücke über die Aach an die künftige Seeverbindung angeschlossen werden soll. In diesem Jahr könnte sich einiges klären, wo und wie die Arboner im Südosten zum See gelangen werden.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

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