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ARBON: Viel Wohnlichkeit im neuen Heim

Die Menschen werden älter und pflegebedürftiger. Schrittweise hat die Genossenschaft Sonnhalden das Pflegebettenangebot ausgebaut. Im neuen Erweiterungsbau ist auch eine Demenzstation integriert.
Max Eichenberger
Heimleiterin Marlene Schadegg und Genossenschaftspräsident Hansjörg Binder vor dem Lichthof des Neubaus. (Bilder: Max Eichenberger)

Heimleiterin Marlene Schadegg und Genossenschaftspräsident Hansjörg Binder vor dem Lichthof des Neubaus. (Bilder: Max Eichenberger)

Knapp sechs Jahre nachdem die Planung angelaufen war, wird der Kanton am Montag den Neubau abnehmen. Am 17. November ist Einweihungstermin: Dann wird auch der Betrieb in den zwei neuen Pflegestationen sowie in der neuen Demenzstation aufgenommen. «Aus meiner Sicht eine gefreute Sache und ein absolut gelungener Bau», schwärmt Heimleiterin Marlene Schadegg .

Der ganze Bau strahle in seinem Innenleben viel Wohnlichkeit aus, verbreite fast einen Jugi-Groove. Angeordnet sind viele Räume um einen grossen Lichthof. Dieser eröffnet so viele Sichtbeziehungen. Nirgends kommt so das Gefühl auf, «eingeschlossen» zu sein.

Ein Gefühl von Behaglichkeit

Neben den Einbettzimmern bietet der 20-Millionen-Neubau der Zürcher Architekten Allemann Bauer Eigenmann den Bewohnern sowohl Rückzugsorte wie Gemeinschaftsräume. Die Materialien, speziell auch das Holz, und viel Licht schaffen dabei ein Gefühl von Behaglichkeit. Dies vermittelt ein Rundgang, während die Inneneinrichter und der Betonkosmetiker noch mit dem Finish beschäftigt sind.

Die beiden Pflegestationen in den beiden oberen Geschossen mit je zwanzig Pflegebetten lassen sich in zwei Wohngruppen auf jeder Etage unterteilen. Von der geschützten Demenzstation im Erdgeschoss ist ein Garten zugänglich. Auch Spezialräume wie Pflegebad und Aktivierungstherapie sind optimal integriert. Das nun realisierte Projekt, das auch die betrieblichen Abläufe optimal sicherstellt, sei als Überflieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen, erinnert Genossenschaftspräsident Hansjörg Binder – und misst dem Zweckbau eine hohe architektonische und funktionale Qualität zu.

Eine von der Stadt Arbon in Auftrag gegebene Studie hatte 2009 einen zusätzlichen Bedarf an Pflegebetten aufgezeigt. Dies aufgrund der demographischen Entwicklung und der Tatsache, dass der Anteil der älteren Menschen stetig zunimmt. Zudem, so der Bericht, fehle es an einer geschützten Demenzstation, wo betroffene Menschen spezifische Betreuung erfahren. Im Betrieb sah man sich mit zunehmenden Fällen von schwererer Demenz (Verhaltensauffälligkeit, Weglaufrisiko) konfrontiert. Dies äussere sich zum Beispiel darin, dass Bewohner plötzlich in fremden Betten liegen oder aus dem Teller des Tischnachbarn essen. «Diesen Menschen können wir in der Betreuung in einer geschützten Station gerechter werden; sie werden nicht weggesperrt», kämpft Marlene Schadegg gegen den negativ gesetzten Begriff und falsche Bilder an.

Geduld auf die politische Probe gestellt

Weil die Pflegeinfrastruktur im 1995 umgebauten alten Krankenhaus nicht mehr zeitgemäss ist und der Kanton dies moniert hatte, und weil zudem die Schliessung des evangelischen Pflegeheims an der Romanshornerstrasse angekündigt war, startete die Genossenschaft 2010 die Neubauplanung eine Nummer grösser. Ursprünglich war lediglich eine Demenzstation geplant gewesen. So lassen sich die wegfallenden Betten kompensieren, zudem zusätzlicher Bedarf abdecken und erst noch Synergien nutzen. Dafür wurden die Reserven, welche die Sonnhalden-Parzelle bot, nun voll ausgeschöpft. Neben dem Baurecht stellte die Stadt der Genossenschaft – nach einem Zickzack-Kurs und dank einer Links-Rechts-Allianz im Parlament – dann doch einen Investitionskredit von einer Million Franken zur Verfügung. Dies löste dann auch die Beitragsleistungen der beiden Partnergemeinden Roggwil und Berg/SG aus, so dass im September 2014 der Spatenstich vollzogen werden konnte. Bei den Kosten, sagt Binder, liege man mit 19,9 Millionen unter dem Kostenvoranschlag von 20,026 Millionen Franken.

Der Erweiterungsbau Sonnhalden «plus» mit vierzig Pflegebetten und einer Demenzstation mit 22 Plätzen wird am 17. November eröffnet.

Der Erweiterungsbau Sonnhalden «plus» mit vierzig Pflegebetten und einer Demenzstation mit 22 Plätzen wird am 17. November eröffnet.

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