ARBON: Trimm dich – nur trendiger

Beachvolleyball und Skatepark: Jetzt kommt noch ein Mini-Fitnesspark hinzu: Street-Workout nennt sich das trendige Körpertraining. Dem kann man bald auf kompaktem Raum an Stahlgerüsten im Freien frönen.

Max Eichenberger
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Körper, Stangen, Disziplin und Fun: Das ist Street-Workout. (Bild: PD)

Körper, Stangen, Disziplin und Fun: Das ist Street-Workout. (Bild: PD)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Eine Street-Workout-Anlage als zeitgemässes Revival der etwas verstaubten Vita-Parcours-Idee plant die Stadt Arbon im Seepark-Gelände zu erstellen – auf Boden, der ihr gehört. Neben den Beachvolleyballfeldern und dem Skatepark wird dies die dritte sportlich wie trendig ausgerichtete Freizeitanlage im Seepark sein.

Der Anstoss war aus dem Parlament gekommen. Ausgerechnet an der Budgetdebatte im letzten Dezember im Seeparksaal, wo die Volksvertreter sich befleissigten, den defizitären Voranschlag durch Sparen noch etwas zu schönen, lancierte Felix Heller einen zusätzlichen Investitionsantrag. Es sei «höchste Zeit», dass auch Arbon zu einer solchen Anlage komme.

Migros und Sportamt unterstützen Projekt

Der indirekte Beitrag an die Volksgesundheit mit der Bereitstellung einer einfachen Infrastruktur für eine Trainingsform mit Lifestyle-Komponente sei wesentlich grösser als die sehr überschaubaren Kosten. 40 000 Franken, hatte Stadtrat Peter Gubser überschlagen – und dies brutto. Das kommt auch jetzt noch – gemäss dem Auflageprojekt – hin. Denn die Genossenschaft Migros würde als Sponsorin 15000 Franken aus ihrem Kulturprozent beisteuern. Zudem steht ein Beitrag des Thurgauer Sportamtes in Aussicht, so dass der Stadt lediglich ein Drittel der Bruttokosten verbleiben.

Eine gute und bescheidene Investition also zur Attraktivitätssteigerung einerseits und zur Stählung der körperlichen Fitness breiter Kreise. Das fanden freilich nicht alle. «Nice to have», aber nicht nötig, tönte es etwa aus der SVP-Faktion. Das würde nur weitere Begehrlichkeiten wecken. Knapp fiel schliesslich die Unterstützung des Antrags aus.

Jetzt, drei Monate später, liegt das Baugesuch im Stadthaus öffentlich auf. Der befestigte Platz, bestückt mir würfelförmigen Geräten zur körperlichen Ertüchtigung und speziell für das Krafttraining, Stahlgerüste und Cubes, misst gerade mal elf Meter in der Länge und neun in der Breite.

Seepark wird zum Trendsport-Mekka

Vorgesehen ist, die frei zugängliche Anlage zwischen den Beachvolleyballfeldern und der neuen WC-Kabine, in unmittelbarer Nähe zum Seeparksaal, zu erstellen. Sie ermöglicht kreatives Training allein mit dem eigenen Körpergewicht. Denn der eigene Körper, sagen die Promotoren, «ist das beste Trainingsgerät».

Der in St. Gallen domizilierte Verein Street Workout ist die treibende Kraft und bringt das trendige Krafttraining schweizweit unter die Leute. Er hat die kompakten Anlagen, die es in vier Ausführungen gibt, mit Partnern wie dem Gerätelieferanten Al­-der & Eisenhut konzipiert. Mit im Boot ist die Migros mit ihrem Kulturprozent. Der Verein bringt ausserdem sein Know-how bei der Planung und Erstellung ein. Darauf baut man auch in Arbon.