Arbon tickt anders

Übrigens

Max Eichenberger
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Ein bisschen ist in Arbon wieder Normalität eingekehrt. Partiell zumindest. Bei der Bahnhofstrasse ist der Pseudo-Kreisel weg, der Urzustand ist fast wieder hergestellt. Viel Ärger und Energie hat das alles gekostet! Und zudem Geld, das die Stadt nicht im Überfluss hat.

Den Status quo haben wir auch im Städtli. Noch schlimmer: Der Bus lässt die Altstadt aussen vor. Dafür hat Arbon wieder seinen Weihnachtsbaum, seit die Tanne mit LED-Lichtgirlanden umschlungen ist. Kapazitäten hatte Arbon Energie zwar dafür nicht; der Stromversorger war mit sich beschäftigt.

Wunder sind auch geschehen: da ist also die Sporthalle doch noch fertig geworden. Und man kann darin tatsächlich ohne Badzeug turnen. Pech für die Handballer: Sie haben sich nicht so lange in der obersten Liga halten können, wie die Bauverzögerung dauerte.

Der Fluch ist gebändigt. Und nebenan kommt nun noch eine weitere Anlage hinzu. Kein Hallenbad, das ein Wunschtraum geblieben war – bis auch dieser abgeschrieben wurde. Die Arboner können jetzt sowieso im Winter nach Romanshorn schwimmen gehen. Die Stadt bekommt das Corpus Delicti des Kybun-Gründers Karl Müller geschenkt: einen Kunstrasenplatz, den er hinter seinem Haus in Roggwil nicht hätte erstellen dürfen. Sogar die Zügelkosten übernimmt der Stifter. Nur die sonst so sparbeflissene SVP-Fraktion wollte das Geschenk partout nicht annehmen. Da habe man dann das Geschenk, wenn der Unterhalt bei der Stadt hängenbliebe.

Max Eichenberger

arbon

@thurgauerzeitung.ch