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ARBON: Tabu für Ruhestörer

Surfer, Schiffe und Drohnen müssen das Naturschutzgebiet meiden, mahnt der Natur- und Vogelschutz Meise an.
Hedy Züger
Auf der vorgelagerten Kiesinsel in der Arboner Bucht (links) nächtigen bis zu 200 Brachvögel. (Bild: Max Eichenberger)

Auf der vorgelagerten Kiesinsel in der Arboner Bucht (links) nächtigen bis zu 200 Brachvögel. (Bild: Max Eichenberger)

Die Vogelwelt zu erleben, macht schon Schulkindern Spass. Eine Gruppe wird auch diesen Frühling Gelegenheit erhalten, beim Ferienspass Wissenswertes über Meise und Co. zu erfahren. Spannend dann im Juni für die Erwachsenen der Ausflug ins Engadin, wo sie den Vogel des Jahres, den Bartgeier, in seinem Lebensraum kennenlernen. David Jenny, Mitglied der Stiftung pro Bartgeier, führte die Mitglieder der des Natur und Vogelschutzvereins Meise an der Jahresversammlung in das Wiederansiedlungsprojekt und den Lebenskreis des imposanten Vogels ein.

Nicht alles ist so beschaulich

Kaum eine Hauptversammlung vermittle so viel Interessantes, schwärmen Teilnehmer, nachdem sie dem Jahresbericht von Präsidentin Erica Willi gefolgt waren. Sei es beim Rundgang um den Weiher, wo 19 Vogelarten beobachtet wurden und sich ein Biber zeigte, sei es beim alten Elektrizitätswerk, wo Mehlschwalben siedeln. Im Schwalbenhaus in Stachen zogen nicht die erwarteten Zugvögel ein, die freie Adresse haben Star und Sperling für sich entdeckt. Eine Männergruppe um Kurt Treichler und Bruno Lehner kümmert sich um Aufträge zum Zupacken: Sie reinigen und reparieren Hunderte Vogelhäuschen und bringen in oft luftigen Höhen Schwalbenbretter an, sie ordnen ausserdem einige Naturschutzgebiete. Gerne nehme sie Anfragen weiterer Helfer entgegen, so Erica Willi.

Der Verein verzeichnet nicht nur positive Erlebnisse. Surfer und Boote im Naturschutzgebiet seien verboten. Sie rissen Hunderte Überwinterer aus der Ruhe und schade ihnen. Neuerdings lassen Uneingeweihte sogar Drohnen über der Naturfläche kreisen, das löse bei den Vögeln Panik aus. Zwei Überraschungen der guten Art: Abends fliegen derzeit 100 bis 200 Brachvögel auf die Steininsel um zu übernachten, ferner wurden im Bergli Breitflügelfledermäuse gesichtet und in Roggwil das Braune Langohr. Während der Brutzeit sollen an Altbauten mit Vogelnestern keine Umbauten ausgeführt werden, mahnte Willi. Wenn kleine und grosse Ecken naturnah begrünt werden, sei dies ein grosser Schritt in Richtung gesunde Natur. Als neu gewähltes Mitglied setzt sich Hans Bichsel im Vorstand für die Ziele der Organisation ein.

Hedy Züger

arbon

@thurgauerzeitung.ch

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