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ARBON: Spektakuläre Bergung

In einem aussergewöhnlichen nächtlichen Einsatz hat der SLRG-Seerettungsdienst eine gekenterte Yacht und die elfköpfige Crew geborgen. Sie trainierte für die «Rundum».
Max Eichenberger
Vor dem Arboner Schlosshafen gelang es, die herangeschleppte Yacht wieder aufzurichten. (Bild: pd)

Vor dem Arboner Schlosshafen gelang es, die herangeschleppte Yacht wieder aufzurichten. (Bild: pd)

Eigentlich startet die Wassersportsaison erst. Und viel los auf dem See ist noch nicht. Manche Skipper, nicht die ungeübtesten, hat man in der Vorsaison dennoch schon am Wind bei Bislage beobachten können. Vorsaisonale Flaute gibt es bei den Seerettern keine. Die Biswinde können nämlich tückisch sein – und das bei noch tiefen Wassertemperaturen. «Wir mussten in diesem Jahr bereits schon viermal ausrücken», sagt Paul Rüegg, Präsident der SLRG-Sektion Arbon. Diese versieht den Seerettungsdienst im Oberthurgauer Seeabschnitt.

Bise liess Rennyacht bei Wendemanöver kentern
Einen Grosseinsatz musste der Seerettungsdienst der SLRG am Donnerstagabend leisten. Eine aus elf Oberthurgauer Seglern zusammengewürfelte Crew, die für die «Bodensee Rundum»-Regatta trainierte, war in der Abenddämmerung vor Arbon mit ihrem mit grossen Auslegern ausgestatteten Boot bei Bise bei einem Wendemanöver gekentert. Ungefähr einen halben Kilometer vom Ufer auf der Höhe des Schwimmbades entfernt. Um 19.30 Uhr hat die Besatzung der pfeilschnellen Yacht Carondimonio der Classe Libera – das ist die Formel 1 im Segelsport – einen Alarm bei der Notrufzentrale in Frauenfeld abgesetzt. Gleichzeitig ist ein Notruf direkt über das Notfalltelefon der SLRG Arbon eingegangen. Fünfzehn Minuten später war die achtköpfige Seerettungsmannschaft auf den beiden Einsatzbooten Sirius und Pollux bereits ausgelaufen und hatte Kurs auf das gekenterte Segelschiff genommen. Die Crew harrte derweil auf dem nach oben ragenden Rumpf aus und wurde geborgen. Der Versuch, die schnittige Rennyacht im freien Gewässer aufzurichten, scheiterte; der 17 Meter lange Masten «ankerte» auf Grund der Halde.

Im Lichtkegel der Scheinwerfer freigeschleppt
Das Boot wurde dann im Kegel des grellen Scheinwerferlichts freigeschleppt und in Seitwärtslage Richtung Arboner Schlosshafen gezogen. Den Zaungästen am Ufer bot sich eine spektakuläre Szenerie. Bei der Mole gelang es dann den Einsatzkräften und den Skippern gemeinsam, das Boot wieder aufzurichten. Laut SLRG-Präsident Paul Rüegg dauerte der Grosseinsatz bis 23 Uhr.

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