ARBON: Sekundarschule findet wieder Tritt

Die Kurskorrektur zum Steuerfuss war zwingend nötig, wie sich zeigt: 2021 soll die Sekundarschulgemeinde Arbon wieder schwarze Zahlen schreiben. Bis der Bilanzfehlbetrag abgetragen sein wird, wird es allerdings länger dauern.

Max Eichenberger
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Sowohl in der Sekundar- wie in der Primarschulgemeinde tritt Urs Gähwiler (l.) das Finanzressort ab. In der Primarschule wird Martin Thalmann (r.) im Falle einer Wahl am 5. Juni in die PSG-Behörde sein Ressort übernehmen. In der Sek führt zumindest vorläufig Adrian Bitzi die Finanzen. (Bilder: Max Eichenberger)

Sowohl in der Sekundar- wie in der Primarschulgemeinde tritt Urs Gähwiler (l.) das Finanzressort ab. In der Primarschule wird Martin Thalmann (r.) im Falle einer Wahl am 5. Juni in die PSG-Behörde sein Ressort übernehmen. In der Sek führt zumindest vorläufig Adrian Bitzi die Finanzen. (Bilder: Max Eichenberger)

ARBON. Die Sekundarschulgemeinde (SSG) kriegt die Kurve. Wie bei einem Tanker auf hoher See kostet das Manöver jedoch Zeit. «Sehr froh» sei er darüber, dass die Sekundarschulbürger die beantragten vier Steuerfussprozente gewährt hätten, stattete SSG-Präsident Robert Schwarzer bei der ersten öffentlichen Gelegenheit dafür seinen Dank ab: der Präsentation der Rechnung 2015. Auf direktem Weg erreichte dieser Dank allerdings nur wenige Besucher der Informationsveranstaltung.

Lage bleibt angespannt

Die vier Prozent, die im zweiten Anlauf gutgeheissen worden sind, verschaffen der Sek etwas Luft, seien dennoch «knapp kalkuliert» gewesen, sagte Schwarzer in der «Säntis»-Aula: «Wir haben nichts auf Vorrat beantragt.» Trotz Steuerfusserhöhung bleibe der Finanzhaushalt «angespannt», sagte der zurücktretende SSG-Finanzressortchef Urs Gähwiler, in dessen Fussstapfen der Roggwiler Adrian Bitzi treten wird, bei seinem letzten Auftritt: «Dank der vier zusätzlichen Prozente sollte es die SSG schaffen, bis 2021 wieder eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen.» Innerhalb von acht Jahren den Bilanzfehlbetrag abzutragen, wie gesetzlich gefordert, werde indessen nicht gelingen. Das dauere länger, «aber es ist jetzt ein Weg zu erkennen, der funktioniert». Im Moment verharrt das Eigenkapital bei minus 2,7 Millionen Franken.

Fast eine Million besser

Mit 414 000 Franken ist das Defizit 2015 «deutlich besser» – eine knappe Million – ausgefallen, als budgetiert worden war. Dies, obwohl aus der SSG-Standortgemeinde Arbon weniger Steuern flossen, während Roggwil das Soll übertraf. Und die Steinacher zahlen mittlerweile ein höheres Schulgeld – auf der Basis eines Vergleichsvorschlages der beiden Vertragskantone Thurgau und St. Gallen.

Die Sek hat überdies gespart. So ergab sich die Möglichkeit, zwei Klassen zusammenzulegen. Personal- und Betriebsaufwand blieben unter Budget. Es wurden auch nicht alle Investitionen getätigt. Zugute kam der SSG, dass sie weniger Finanzausgleich an den Kanton abliefern musste, sowie die günstige Zinssituation: «Geld anzulegen, war fast gratis.»

Sporthalle: Abrechnung steht aus

«Gut angelaufen» sei der Betrieb der neuen Sporthalle, sagte Robert Schwarzer. Träger sind die Sek, die Stadt und der Kanton. Wegen der Schadenfälle gestaltet sich die Bauabrechnung kompliziert. Ziel sei, diese bis nach den Sommerferien vorlegen zu können. Noch pendent sei die Abwicklung der Schadenfälle der Tribüne, die zu ersetzen war, und der Betondecke über dem Untergeschoss, die verstärkt werden musste.

Die Sporthalle-Bauabrechnung soll im Spätsommer vorliegen.

Die Sporthalle-Bauabrechnung soll im Spätsommer vorliegen.