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ARBON: Sek kriegt die Kurve

Vor drei Jahren noch finanziell am Abgrund, hat sich die Sekundarschulgemeinde wieder hochgehangelt. Sie schreibt fleissig ihren Bilanzfehlbetrag ab und legt für 2018 wieder ein Budget mit schwarzen Zahlen vor.
Max Eichenberger
Sekundarschulpräsident Robert Schwarzer und Adrian Bitzi, Ressort Finanzen, vor dem Sekundarschulzentrum Reben 25. (Bild: Max Eichenberger)

Sekundarschulpräsident Robert Schwarzer und Adrian Bitzi, Ressort Finanzen, vor dem Sekundarschulzentrum Reben 25. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Die Sekundarschulgemeinde (SSG) Arbon findet wieder den Weg zurück in die Spur: dank der 2015 zugestandenen zusätzlichen 4 Steuerprozente (aktuell:42 Prozent), einer Reihe von Sparmassnahmen und strikter Ausgabendisziplin. In der laufenden Rechnung (2017) steuert die Sek zwar auf ein Defizit von rund einer Viertelmillion zu, dürfte aber den Budgetwert (–237000 Franken) nur leicht verfehlen. Ohne die gute halbe Million, die als jährliche Abschreibung des Finanzfehlbetrages das Ergebnis weiter drückt, würde die SSG laut ihrem Finanzressortverantwortlichen Adrian Bitzi «eigentlich ein operatives Ergebnis mit schwarzen Zahlen erzielen».

Es bleibt noch eine längere Wegstrecke

Die Verschuldung ist, nachdem wirksame Korrekturmassnahmen ergriffen worden sind, weiter abnehmend. Der Peak war mit gut 40 Millionen Franken 2014 erreicht worden. Seither zeigt die Kurve wieder nach unten. Bis 2023 soll das Fremdkapital bis auf gut 30 Millionen abgebaut sein und dann wieder Eigenkapitel gebildet werden können. Das ist noch eine längere Wegstrecke. Aber: «Wir sind aber mit der Sanierung der Finanzen auf Kurs, und das ist erfreulich», sieht Schulpräsident Robert Schwarzer Morgenröte. Seine Zuversicht spiegelt sich auch im Budget 2018 wider: Darin rechnet die Schulbehörde mit einem – wenn auch kleinen – Vorschlag von 98400 Franken. «Auch Kleinbeträge helfen mit, die Finanzen wieder ins Lot zu bringen», lobt Schwarzer die Haltung von Schulleitungen und Lehrerschaft. So sind sowohl die Personalkosten (–66000 Franken) wie auch der Sachaufwand (–72000 Franken) tiefer angesetzt als im Budget 2017. Eine der Massnahmen war die Aufhebung der verschiedenen Niveaus im Mathematikunterricht gewesen.

Revision könnte SSG zur Profiteurin machen

Die Trendwende zeigt sich auch darin, dass die SSG Arbon wieder mehr Gelder an den Kanton abliefert: In diesem Jahr sind es 1,6 Millionen Franken – eine Million mehr als noch 2015. Allerdings hat die SSG 2018 wiederum fast 300000 Franken weniger Ausgleichszahlungen zu leisten. Was gut und schlecht ist: Der Grund liegt – neben Schülerzahlschwankungen – vor allem in der wieder rückläufigen Steuerkraft. Das Kostenbewusstsein bleibt weiter hoch – ohne dass die Schulqualität darunter leidet. Die SSG könnte zur Profiteurin der Revision des Beitragsgesetzes werden. Sie stellt die Leistungen an die Schulgemeinden auf eine neue Grundlage. Der SSG brächte sie eine Entlastung. Sie könnte den Finanzfehlbetrag rascher tilgen. Anderseits käme die Primarschulgemeinde schlechter weg. Darauf versteifen will man sich jedoch bei der Sek nicht: weil sich der Entwurf bis Dezember in der Vernehmlassung befindet und noch gar nichts in Stein gemeisselt ist.

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