ARBON: Oldie macht den Kopfstand

Blickfang im Depot des Oldtimerclubs Saurer ist ein Turm mit Aussichtsplattform und ein Lastwagen-Chassis, das aufrecht steht. Die Eröffnung am 22. September rückt näher.

Max Eichenberger
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Max Hasler, der viele Jahre Saurer-Postautos chauffierte, vor dem stählernen Turm, der im Depot installiert worden ist. (Bild: Max Eichenberger)

Max Hasler, der viele Jahre Saurer-Postautos chauffierte, vor dem stählernen Turm, der im Depot installiert worden ist. (Bild: Max Eichenberger)

In das renovierte und umgebaute ehemalige Saurer-Presswerk ist wieder Leben eingekehrt. Die Musikschule Arbon hat die von ihr ausgebauten Räume im Kopfbau des einstigen Fabrikgebäudes bezogen. Seit dem Schuljahresbeginn wird darin musiziert und getanzt.

Feinschliff bis zur Eröffnung

Die aktiven Mitglieder des Old­timerclubs Saurer befinden sich derweil im Schlussspurt. Um die fünfzig Personen – der Hauptharst Saurer-Pensionäre – leisten im OCS ehrenamtliche Arbeit. In der grösseren der beiden Hallen mit den charakteristischen Fabrik-Backsteinfassaden (der andere Hallenteil wird durch die Kulturzentrum Presswerk AG als Kultur- und Eventhalle genutzt und vermietet) richten die Freiwilligen das Depot ein – eine Art Dependance des Saurer-Museums am See, die im Werk Zwei entsteht. An diesem neuen Ort werden zentral alle die Saurer-Oldtimer-Lastwagen, Motoren und Einzelteile versammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die bisher verzettelt in Scheunen und Einstelllagern untergebracht waren. Mittlerweile sind sie ins Presswerk überführt worden. ­Alles wird nun noch an den ­vor­bestimmten Ort in der von HRS erworbenen Halle platziert. Vier der Fahrzeuge sind so im Schuss, dass man sie gelegentlich auch auf den Strassen zu ­Gesicht bekommen wird. Das Hallentor ist entsprechend erhöht worden.

Mit der «Schnauze» auf dem Boden

Blickfang ist ein von der Konform AG konstruierter stählerner Turm mit Wendeltreppe, der nicht nur Nischen bietet für Ausstellungsobjekte, sondern von der Plattform unter dem Dach einen Überblick «aus luftiger Höhe» auf die Exponate verschafft. Bei diesem Turm handelt es sich um eine Spezialanfertigung. Der Clou dabei ist das Chassis eines Saurer-M6, das seitlich aufgestellt ist: Es steht sozusagen mit der «Schnauze» auf einer Stahlplatte. Beim Turm platziert wird ausserdem ein Schnittmodell, das an der Expo 1964 in Lausanne gezeigt wurde.

In vier Wochen, am Freitag, 22. September, wird die Eröffnung mit einem Einweihungsakt und am Samstag mit einem Tag der offenen Depot-Türe gefeiert. Das Depot soll ähnlich betrieben werden wie das Museum. «Das Betriebskonzept steht allerdings noch nicht im Detail fest», sagt OCS-Präsident Ruedi Baer.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch