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ARBON: ÖV-Angebot ungenügend

Für einen Ortsbus fehlt das Geld. Taxi-Alternativen befriedigen nur teilweise. Politisch wird jetzt Druck gemacht: Es soll ein Konzept her, das Lücken schliesst.
Max Eichenberger

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Die Lösung der kleinräumlichen Erschliessung des Gemeindegebietes mit dem öffentlichen Verkehr hatte man bei der Stadt dem Ortsbus zugedacht. Zwei schlaufenförmige Achterlinien waren geplant. Den Verkehr unmittelbar vor der Haustüre wollte dann aber doch niemand. Die Evaluation der Fahrzeuge - schon vorbereitet worden. Das Projekt des Bushofes beim Hamel – inzwischen in diesen Dimensionen gebaut - entsprechend ausgelegt auf das vermeintlich neue ÖV-Zeitalter in Arbon.

Nach ursprünglichen Absichten sollte der Ortsbus längst verkehren. Denn auch die Mitfinanzierung der neuen Kantonsstrasse (NLK) durch den Bund aus dem Agglomerationsprogramm beinhaltete die Vorgabe, ein örtliches ÖV-Konzept zu realisieren. Die Mittel sind wohl auch so – quasi in Vorleistung – geflossen.

Wichtige Orte nicht oder nur umständlich erreichbar

Der Ortsbus aber wurde zwischenzeitlich auf den Abstellplatz gestellt. Im Polit-Jargon: Das Projekt ist mindestens vorläufig sistiert. Letztlich fehlt der Stadt schlicht das Geld, den Ortsbus zu finanzieren. Es bleiben, wenngleich die Postauto AG und die Autokurse Oberthurgau wenigstens teilweise Ortsbus-Funktionen übernehmen, grössere Lücken. Verschärft noch durch die Tatsache, dass durch die Lage des Bushofes über den Gleisen aus fahrplantechnischen Gründen die Altstadt (Schloss/Marktplatz) nicht mehr bedient wird. Mit dem Fünfliber-Taxi hat der Stadtrat zwar ein Angebot initiiert.

Dennoch: Es sei «effektiv sehr diffizil, der Einwohnerschaft einerseits ein praktisch flexibles, anderseits finanziell günstiges, umfassendes ÖV-Angebot zur Verfügung zu stellen», halten die Parlamentarier Lukas Auer und Luzi Schmid (beide CVP) in einem Postulat fest. Zug und Bus seien «zu wenig flexibel» und auf übergeordnete Netze ausgerichtet. Das subventionierte Taxi vom Bahnhof in die Altstadt befriedige auch nur teilweise.

Wichtige Standorte wie Kirchen, Hafen, Schwimmbad, Strandbad, Sportanlagen, Kulturzentrum Presswerk, Stadthaus, Ärztezentrum und Einkaufszentren könnten nur umständlich erreicht werden. Fazit aus Sicht von Auer und Schmid: «Das ÖV-Angebot ist schlicht ungenügend.»

Kommt hinzu, dass offensichtlich auch kein Konzept besteht, die privaten Taxi-Anbieter effizienter einzubinden. Einiges ist verkachelt. Ein Taxiunternehmer hat dem Stadtrat mit der Einreichung einer Anzeige gestern offiziell den Fehdehandschuh hingeworfen.

Auer und Schmid wollen vom Stadtrat, dass er ein flexibles, praktikables und finanzierbares Konzept für Pauschal-Taxifahrten und andere Fahrdienstleistungen auf Auftragsbasis erarbeitet. Es soll unter anderem die Aspekte Kosten und Kostenverteiler sowie Fahrrouten beinhalten.

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