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ARBON: Nicht mehr im Regen warten

Mit dem Ausbau des ÖV hat die Infrastruktur bei den Bushaltestellen nicht Schritt gehalten. Doch daran wird gearbeitet.
Max Eichenberger

Wenn ein Werk grosszügig und nicht knausrig-klein erstellt worden ist, dann ist es der Bushof beim Hamel. Seit gut einem Jahr ist er in Betrieb. Selbst wenn das Angebot des Öffentlichen Verkehrs (ÖV) verdoppelt und der vor sechs Jahren einmal geplante klassische Ortsbus eingeführt würde: der Bushof vermöchte die Frequenzen aufzufangen. Allerdings: Der Wind pfeift den dort Wartenden um die Ohren. Ein kleiner Makel, wie Ruth Erat (SP) in einem Vorstoss angemerkt hatte.

Grundsätzlich fahre der Öffentliche Verkehr in Arbon aber in die richtige Richtung. Dank des inzwischen eingeführten Schnellkurses nach St. Gallen, auch nach den vorgenommenen Fahrplan- und Netzverdichtungen der Autokurse Oberthurgau.

Landverhandlungen bei der Kupferwiese und in Frasnacht

Für die Nutzer gebe im Komfortbereich indes noch Luft nach oben. Dies betrifft vor allem die Infrastruktur. «Wer in Frasnacht oder beim ehemaligen Bündnerhof auf den Bus wartet, steht im Regen», monierte Ruth Erat (SP) vor einem Jahr. Zudem fehlten selbst an häufig frequentierten Bushaltestellen gedeckte Fahrradständer. Punktuell hatte die zuständige städtische Abteilung zwar zuvor schon an prioritären Hotspots aufgerüstet: wie bei der Bahnstation Seemoosriet mit überdachten Veloabstellplätzen, beim Wildpark stadtauswärts und beim Breitehof mit zeitgemässen Wartehäuschen. Um aber flächendeckend die Infrastruktur zu modernisieren, müssten aus finanziellen Gründen die Tranchen etappiert werden, erbat man im Stadthaus noch Geduld.

Der Stadtrat hat nun aber gehalten, was er – aller Finanzprobleme zum Trotz – versprochen hatte: er stellt im Budget 300000 Franken bereit, um Bus-Haltestellen zu optimieren. Nicht zuletzt auf Druck des Parlamentes, das eine Motion mit grosser Mehrheit erheblich erklärt hatte.

Beim neuen Schulhaus See-garten ersetzt eine neue Haltestelle inzwischen die alte bloss signalisierte. Laut Stadtrat sollen nächstens auch die Haltestellen Frasnacht Domino und Kupferwiese behindertengerecht ausgebaut werden. Landverhandlungen seien aufgenommen worden.

Nicht überall behindertengerecht bis 2023

Carmelo Campailla (SP) hatte den Stadtrat im Herbst an das Behindertengleichstellungsgesetz erinnert, das postuliert, dass der Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln hindernisfrei sein soll. Auch dies nimmt man sich im Stadthaus zu Herzen. Bis 2022 würden die beiden an Gemeindestrassen befindlichen Haltestellen entsprechend ausgebaut sein. Die übrigen 16 Haltestellen liegen an Kantonsstrassen; hoheitlich ist der Kanton dafür zuständig. Zwölf erfüllen noch nicht die Gesetzesnorm. Überall könne das geforderte Departement den vorgegebenen Termin 2023 für die Umrüstung allerdings nicht einhalten, ist jetzt schon absehbar. Die Hälfte der Anpassungskosten hat jeweils die Stadt zu tragen.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

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