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ARBON: Neue Skyline bis in fünf Jahren

Die letzte Lücke bei der Erneuerung des Stadtzentrums schliesst sich: Siebzig Millionen Franken investiert die Voegele-Immobiliengruppe in eine Überbauung des Areals.
Max Eichenberger
So wird sich die geplante Überbauung gemäss der von einer Fachjury bevorzugten Projektstudie von Sergison Bates Architekten, Zürich, vom Webschiffkreisel her präsentieren. Links ist andeutungsweise der Hamelmarkt zu erkennen, davor der Bushof. Ganz am rechten Bildrand sind die Konturen der Zentrumsüberbauung Rosengarten zu sehen. (Bild: PD)

So wird sich die geplante Überbauung gemäss der von einer Fachjury bevorzugten Projektstudie von Sergison Bates Architekten, Zürich, vom Webschiffkreisel her präsentieren. Links ist andeutungsweise der Hamelmarkt zu erkennen, davor der Bushof. Ganz am rechten Bildrand sind die Konturen der Zentrumsüberbauung Rosengarten zu sehen. (Bild: PD)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Nach Implenia (Rosengarten) und HRS (Saurer WerkZwei) tritt nun auch die Voegele Immobilien AG in Arbon auf den Plan: Und zwar genau dazwischen, in der sogenannten Neuen Stadtmitte. Auf dem knapp 10000 Quadratmeter grossen Areal an der Hauptachse St. Gallerstrasse, das vom Webschiffkreisel der neuen Kantonsstrasse (NLK) und der Klarastrasse begrenzt wird und im Süden an den Bushof anstösst, plant die Immobiliengruppe mit Sitz in Pfäffikon (Schwyz) eine städtische Grossüberbauung.

Die Gruppe wird laut deren Verwaltungsratspräsidenten Paul Voegele «das letzte Puzzleteil» an einer wichtigen Schnittstelle im neuen Arboner Zentrum entwickeln. Die Gesamtinvestitionen beziffert er auf gegen 70 Millionen Franken. Welche Konturen die Bebauung annehmen wird, ist nun bekannt. Am Mittwoch hat Voegele das Siegerprojekt, das aus einem Studienauftrag hervorgegangen ist, präsentiert. Es stammt vom Zürcher Büro Sergison Bates Architekten. 54 Architekturbüros haben sich dafür interessiert. Die sieben mit den überzeugendsten Referenzen hätten schliesslich ihre Vorschläge einreichen können. Die Projektstudie von Sergison Bates dient jetzt als Grundlage für die Ausarbeitung eines Gestaltungsplans für das Areal in der Zentrumszone zwischen Coop, Hamel und Migros.

Detailhandel, Wohnen und Dienstleistungen

Voegele plant im Baukomplex eine Mischnutzung mit Detailhandelsgeschäften im Erdgeschoss sowie Dienstleistungen und Büros. Zudem sollen an diesem urbanen Ort Paul Voegele zufolge «verschiedene Wohnformen» realisiert werden. Im Fokus hat man dabei auch Menschen im dritten Lebensabschnitt. Hauptsächlich dürften in den vier Aufbauten unter anderem kleinere Wohneinheiten (zwei bis drei Zimmer) entstehen. Wie viele, ist indes noch nicht fixiert. Es könnten sechzig – oder auch mehr sein. «Was sicher ist: die Wohnungen werden vermietet und nicht im Eigentum verkauft.» Voegele werde die städtische Überbauung mit Investoren aus dem Finanzbereich realisieren, «aber grundsätzlich selber bewirtschaften».

Laut konzeptioneller Grundidee ist in den beiden Sockelgeschossen neben Detaillisten und Gewerbenutzung explizit ein Grossverteiler vorgesehen. Bei Voegele weiss man, dass die Migros im Rosengarten nicht ganz glücklich ist. Stand der Dinge ist aber: «Wir haben mit der Genossenschaft Migros keine Gespräche geführt», belässt es Voegele auf Nachfrage hin weiter im Unverbindlichen.

Was er hingegen bestätigt: Alle bisherigen Mieter im Klarahof (Interdiscount, Dosenbach und Fitness Plus) wie auch im ehemaligen Oscar-Weber-Gebäude (unter anderen Seeapotheke) wollten ins neue Zentrum. Entweder werde dies über eine Bauetappierung ermöglicht oder über Zwischennutzungen.

Über Beziehungen und die geografische Nähe zur Innerschweizer Kette Otto’s, deren Arboner Filiale vor dem Umzug auf die Salwiesen das ehemalige Oscar-Weber-Warenhaus belegt hatte, ist die Schwyzer Immobiliengruppe auf den Standort Arbon erst aufmerksam geworden. Das war vor etwas mehr als fünf Jahren, erinnert Paul Voegele. Seither beschäftigt man sich mit der Arealentwicklung.

Fertigstellung in fünf Jahren – wenn denn alles glattläuft

Nach dem Erwerb der Liegenschaft kaufte die Immobiliengruppe die drei Chalethäuser und – von den ausländischen Besitzern – den Klarahof, den früheren Coop. «So war es möglich, das ganze Areal sinnvoll zu arrondieren, um städtebaulich eine stimmige Gesamtlösung angehen zu können.»

Um ein Bild von der Grössenordnung zu bekommen: Alles in allem werden auf dem Areal 30000 Quadratmeter Bruttogeschossflächen entstehen. Erweitert wird die bestehende Hamel-Tiefgarage. Auch ein Gastronomiebereich sei vorgesehen, sagt Voegele. Beim Kreisel, zum Bushof hin, gibt es einen öffentlichen Platz. Über dem zweigeschossigen Sockelbau sieht die Projektstudie vier unterschiedlich hohe Eckturmaufbauten mit Büro- und Wohnnutzung vor. Das erste Obergeschoss wird um einen bepflanzten attraktiven Innenhof angeordnet.

Voegele will jetzt zügig vorwärts machen und hofft, dass der Gestaltungsplan und danach das Bauprojekt bis Mitte 2019 die Genehmigungshürden genommen haben werden. «So könnten wir Ende 2019 oder 2020 mit dem Bau beginnen», sagt Verwaltungsratspräsident Paul Voegele. Mit der Fertigstellung könnte dann 2021/22 gerechnet werden. Der Gestaltungsplan wird nach dem neuen Planungs- und Baugesetz dem fakultativen Referendum unterstellt werden.

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