ARBON: Musikschule zügelt am 8. Juli

Mit planungsbedingter Verzögerung kommt der Umbau des Presswerks im Saurer-Areal voran. Die Kulturzentrum Presswerk AG ist aber noch nicht am Ziel. Es fehlen ihr noch 1,5 Millionen Franken. Die Musikschule hat ebenfalls noch eine Finanzierungslücke.

Max Eichenberger
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Musikschule im Sommer bereit fürs Harfenspiel. (Bilder: Max Eichenberger)

Musikschule im Sommer bereit fürs Harfenspiel. (Bilder: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger

@thurgauerzeitung.ch

Eine wichtige Etappe auf dem Weg zum neuen Arboner Kulturzentrum Presswerk ist genommen. Am Dienstag haben HRS Real Estate AG und die Kulturzentrum Presswerk AG auf dem Grundbuchamt die Kaufverträge unterzeichnet. Für den «Rohbau-sanierten» und bereitgestellten Kopfbau bringt die neue Eigentümerin 1,35 Millionen Franken auf. Der nördliche Teil der Halle, die künftig als Kulturhalle genutzt wird, geht für 976'000 Franken in ihr Eigentum über. Den südlichen Hallenteil hatte HRS zuvor an den Oldtimerclub Saurer (OCS) verkauft. Der OCS errichtet darin ein Schaudepot.

Für den Grund-Innenausbau wendet die Kulturzentrum Presswerk AG 1,1 Millionen auf. Weitere 1,6 Millionen kostet der Innenausbau des Backstein-Kopfbaus, worin die Musikschule als Mieterin einziehen wird. Der Mietvertrag datiert vom 25. Oktober. Die Baubewilligung hatte die Stadt Arbon am 7. November erteilt.

Nach der ursprünglichen Absicht der Initianten war der Bezug durch die Musikschule bereits im Oktober geplant gewesen – ein allzu ambitiöser Termin, wie sich bald herausgestellt hat. Unter anderem mussten statische Fragen und lärmschutztechnische Aspekte geklärt erden. Dies habe die Planung verzögert, informiert Projektleiter Bruno Glanzmann.

Kanton stiftet über den Lotteriefonds die Bühne

Nach aktuellem Umbau-Fahrplan soll der Kopfbau Ende Juni 2017 bereitstehen und die Musikschule am 8. Juli die Räumlichkeiten beziehen können. Noch fehlen ihr Mittel von knapp 400000 Franken, um den Innenausbau finanzieren zu können. 132 Spender äufneten bis jetzt ein Kapital von 1,25 Millionen Franken. 54 Aktionäre zeichneten 1,225 Millionen. Für den Innenausbau der Kulturhalle fehlen der AG noch 1,5 Millionen. Nach vorerst minimalem Grundausbau soll ab Frühjahr aber bereits eine punktuelle Vermietung möglich sein. Über den Lotteriefonds stiftet der Kanton die Bühne, die 200000 Franken kostet.