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ARBON: Musik und Tanz in der Baustelle

In vier Monaten ist der Umzug der Musikschule Arbon in das neue Kulturzentrum Presswerk im Saurer WerkZwei geplant. Die Vorfreude ist gross. Schon vorab bieten darin 450 Mitwirkende Aufführungen. «Musik & Baustelle» heisst das Programm.
Max Eichenberger
Das Kulturzentrum Presswerk in einer Visionalisierung. (Bild: pd)

Das Kulturzentrum Presswerk in einer Visionalisierung. (Bild: pd)

ARBON. Baustaub schwängert die Luft in einem Raum oberhalb des künftigen Saals der Tanzwerkstatt. Mit dem breiten Lichtkegel eines Scheinwerfers ergibt sich eine gespenstische Szenerie. Eine schattenhafte Arbeitergestalt hantiert mit einem Besen. Ein Ort, wie er geschaffen wäre für einen düsteren Krimi. Noch deutet wenig darauf hin, dass im Presswerk-Kopfbau in vier Monaten die Musikschule Arbon einziehen wird.

Nicht auf der Strasse

Leiter Leo Gschwend gibt sich zuversichtlich: «Das Ziel bleibt, dass wir in den beiden Herbstferienwochen von der Brühlstrasse ins neue Kulturzentrum zügeln.» Der geplante Bezugstermin ist auch darum praktisch, weil keine Stunden ausfallen würden. Dennoch bleibe die Züglete «eine grosse Herausforderung – allein schon wegen der fünfzehn Klaviere und fünf Flügel, die mit müssen.» Falls die Termine nicht eingehalten werden können, stünden die Musikschule und die im Musikzentrum eingemieteten Vereine nicht auf der Strasse. Zwar endet der Mietvertrag mit der Wälli AG am 31. Oktober. Doch würde man den Rank schon finden und noch etwas verlängern können.

Bessere Raumaufteilung

Nicht herüber transportiert werden die alten Stühle; diese haben ausgedient. Beim Umbau der Filiale der Thurgauer Kantonalbank wird einiges Mobiliar frei. «Wir bekommen grosszügigerweise Tische, viele Schränke, Pulte und Stühle für einzelne Zimmer gratis.» Insgesamt werde die Musikschule annähernd so viel Fläche zur Verfügung haben wie an der Brühlstrasse. «Hinzu kommt aber die grosse Kulturhalle, die wir für grosse Projekte und Veranstaltungen nutzen können», sagt Leo Gschwend. Die Anzahl Räume für die Musikschule und die Tanzwerkstatt – 17 – bleibe gleich. «Von der Grundfläche her sind sie für uns optimal. Am jetzigen Ort haben wir schmale Zimmer.» Technisch werden die Räume besser ausgerüstet sein, um etwa Playbacks einzuspielen. Die Ausstattung planen wir nach dem Prinzip: einfach und praktisch.

450 000 Franken fehlen noch

Die Musikschule wird die Räume im Kopfbau von der Kulturzentrum Presswerk AG mieten. Den Innenausbau finanziert die Musikschule selber. Dafür sind bis jetzt Spendengelder von Stiftungen, Gemeinden, Privatpersonen, Firmen und Vereinen von 1,1 Millionen Franken zusammengekommen. 450 000 Franken sind noch beizubringen. «Wir schaffen das noch», bemüht Leo Gschwend dazu ein mittlerweile bekanntes Zitat. So dient auch die Veranstaltung «Arbon musiziert» unter dem Motto «Musik & Baustelle» von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. Juni, der Mittelbeschaffung.

Betonmischer für Kollekte

Für Kollekten stehen Betonmischer bereit. Spender (ab einem Beitrag von 1000 Franken) werden auf einer Tafel verewigt. Ab 10 000 Franken kommen die Spender in den Genuss eines Hauskonzertes. Selber arbeiten alle am Projekt Beteiligten, voran Projektleiter Bruno Glanzmann, mit Herzblut und unentgeltlich. Sie entfachen in den Vereinen Begeisterung und Vorfreude.

Die Halle, die 450 Sitzplätze bieten wird, soll vielfältig genutzt werden für Konzerte, Ausstellungen, Versammlungen. Schon geplant in der Location sind in diesem Jahr die Schlosshofkonzerte des Sinfonischen Orchesters Arbon unter dem Motto «Filmmusik». «Vor allem deshalb, weil das Projekt viel technischen Aufwand erfordert und das Risiko outdoor zu gross wäre.»

«Zauberflöte» zur Pensionierung

Wenn Leo Gschwend in einem Jahr als Musikschulleiter in Pension geht, wird die «Zauberflöte» mit fünf Aufführungen im Juni 2017 den Schlusspunkt setzen. «Darin werden noch einmal alle Elemente meiner Arbeit verbunden.» Das Schlosshofkonzert 2018 werde wieder im Schlosshof über die Bühne gehen.

Die Kulturhalle («Eine Halle mit diesem Charakter gibt es in der Ostschweiz nicht») entfalte jetzt schon eine grosse Ausstrahlung. Anfragen gebe es bereits vom Sinfonischen Blasorchester Thurgau, von «One 4 U», dem Jugendorchester Thurgau. Auch wird der schweizerische Jugendmusikwettbewerb 2017 und 2018 in Arbon stattfinden.

Am übernächsten Wochenende machen die Arbeiter in der Baustelle vorübergehend Pause. Dann werden musische und tanzende Vereine die künftige Kulturhalle des Kulturzentrums Presswerk bespielen. Das Programm von «Arbon musiziert» steht unter der Leitung von Leo Gschwend. (Bilder: Max Eichenberger)

Am übernächsten Wochenende machen die Arbeiter in der Baustelle vorübergehend Pause. Dann werden musische und tanzende Vereine die künftige Kulturhalle des Kulturzentrums Presswerk bespielen. Das Programm von «Arbon musiziert» steht unter der Leitung von Leo Gschwend. (Bilder: Max Eichenberger)

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