ARBON: Mehr Leben statt Verkehr

Die Idee, die Altstadt tageweise an schönen Wochenenden für den Verkehr zu sperren, kommt aus dem Parlament. Für den Stadtrat bietet das inzwischen ausgearbeitete Gestaltungskonzept mehr Spielraum.

Max Eichenberger
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Die Altstadt soll den Status als «Sorgenkind» bald loswerden. Ein politischer Vorstoss spielt dem Stadtrat in die Hände. (Bild: Max Eichenberger)

Die Altstadt soll den Status als «Sorgenkind» bald loswerden. Ein politischer Vorstoss spielt dem Stadtrat in die Hände. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger

@thugauerzeitung.ch

Besorgt zeigen sich Lukas Auer und Luzi Schmid über die Entwicklung in der Altstadt – vor allem was das geschäftliche Leben anbelangt. Nachdem Geschäfte schon aufgegeben worden sind, fürchten sie einen weiteren ­Niedergang. Die lange währende Ungewissheit, wie der Verkehr geführt und die Begegnungszone umgesetzt werden soll, hat zur Verunsicherung beigetragen.

Platz für Strassenbeizli und Festivitäten

Die beiden CVP-Parlamentarier haben in einem Vorstoss eine Idee eingebracht, wie sich wieder mehr Leben auf der Hauptstrasse entfalten könnte. Der Stadtrat solle vorsehen, die Hauptstrasse durch das Städtli «an schönen Sommertagen oder auch ganzjährig ganz oder zumindest teilweise verkehrsfrei» zu gestalten. Oder dann so verkehrsarm, dass Geschäfte und Gastronomen den Bereich vor ihren Lokalen für einen Strassenverkauf oder -ausschank nutzen können. Tatsächlich ermöglichten es die seit der Eröffnung der neuen Kantonsstrasse geringeren Verkehrszahlen, die Altstadt für Märkte und Veranstaltungen ganz oder teilweise für einen oder mehrere Tage zu sperren, sagt der Stadtrat. Die Behörde freue sich über weitere Aktivitäten und Veranstaltungen, die das Leben in der Altstadt bereichern.

Für attraktive Anlässe zeigt er Bereitschaft, den Strassenraum in der Altstadt zur Verfügung zu stellen. Allerdings sollten solche Veranstaltungen «echten zusätzlichen Nutzen» bringen und Attraktivität stiften, wägt der Stadtrat ab. Denn jede Sperrung behindere Besucher wie Bewohner. Bloss die Autos aussen vor zu lassen, schade den Gewerbetreibenden. Im Sinne des Vorstosses werde das geplante Gestaltungskonzept wirken, das bald einmal konkret erarbeitet sein wird, ist der Stadtrat überzeugt. Die Möglichkeiten würden so in einer künftigen Begegnungszone noch grösser, den Strassenraum nutzen zu können.