ARBON: Luzi Schmid höchster Arboner

Politurgestein Jacob Auer machte turnusgemäss den Präsidentenstuhl im Parlament frei. Auf ihn folgt der ehemalige Kantonsrat Luzi Schmid. Riquet Heller steht als neugewählter Vize bereit.

Max Eichenberger
Drucken
Teilen
Von Jacob Auer wechselte das Präsidium der Volksvertretung zu Luzi Schmid; auf ihn wird in einem Jahr Riquet Heller folgen. (Bild: Max Eichenberger)

Von Jacob Auer wechselte das Präsidium der Volksvertretung zu Luzi Schmid; auf ihn wird in einem Jahr Riquet Heller folgen. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

In gestandener Hand war das Parlament ein Jahr lang unter dem Präsidium von Jacob Auer (SP), der den Stab weiterreichte: an einen ebenso gestandenen Politiker in der Person von Luzi Schmid (CVP), der lange Kantonsrat war und nun die Würde des «höchsten Arboners» trägt. Mit allen Stimmen (27) bei eigener Enthaltung wählte ihn das Parlament in das Amt.

«Das ist eine absolute Herausforderung»

Den hohen Level Auers zu halten, sei für ihn eine absolute Herausforderung, würdigte der Neue die «tadellose staatsmännische Leistung» seines Vorgängers. Diese habe er erbracht trotz gesundheitlicher Rückschläge. Auer habe das Orchester gut im Griff gehabt, habe Tempo gemacht, wenn es geboten war – und Pausen eingelegt, «um aufkommende Hektik zu unterbinden und zur Sachlichkeit zurückzukehren».

Auer selber hatte einst eine zweijährige Präsidialzeit in einem Vorstoss vorgeschlagen. Geboren dazu wäre er zwar, meint Schmid: «Aber nicht alle wollen diese Bindung eingehen.» Darum kehrte der Gewerkschafter nun wieder in die Reihe seiner Fraktion zurück. Zuvor zog er eine positive Bilanz der Arbeit des Parlaments: «Wir haben es immer geschafft, unsere verschiedenen Farben zu einem bunten Bild zu mischen, sind respektvoll miteinander umgegangen und haben im Sinne der Sache politisiert.» Drei Dinge waren ihm wichtig und Leitschnur: «ein kühler Kopf für anspruchsvolle Geschäfte, ein warmes Herz für die Bevölkerung und eine starke Hand für das Parlament». Worauf Schmid seine erste Sitzung auf dem Päsidentenstuhl souverän durchzog. Zunächst die Wahl seines Vize und Nachfolgers in spe: Riquet Heller (FDP)erhielt 21 Stimmen; sieben Wahlzettel waren leer eingelegt worden.

Aktuelle Nachrichten