ARBON: Lichtblick für Bundesfeier

Wegen Sparmassnahmen schien die 1.-August-Feier dieses Jahr auszufallen. Doch jetzt spricht der Stadtrat eine Defizitgarantie von 5000 Franken. Arbon Tourismus hat indes nach einer Lösung gesucht.

Tanja von Arx
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Die Pläne für den Nationalfeiertag sind auf gutem Weg. (Bild: Urs Bucher)

Die Pläne für den Nationalfeiertag sind auf gutem Weg. (Bild: Urs Bucher)

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch

Die Arboner dürfen wieder hoffen. Nachdem das Parlament den Posten für öffentliche Anlässe im Budget gestrichen hatte, war die Bevölkerung der festen Überzeugung, dass die Bundesfeier dieses Jahr ins Wasser fällt. Zwar ging es lediglich um einen Betrag von 6000 bis 8000 Franken. Doch der Verein Arbon Tourismus war auf die Gelder angewiesen, um die Feier am 1. August stemmen zu können, die auf der Infrastruktur des Hafenfestes einen Tag zuvor aufbaut.

Die Stadt lässt in den aktuellen Mitteilungen nun verlauten, dass sie bereit sei, die Feierlichkeiten mit einer Defizitgarantie von 5000 Franken zu unterstützen. Das heisst, falls etwa infolge schlechten Wetters finanzieller Mehraufwand entstünde, hätte Arbon Tourismus Anspruch auf diesen Betrag. Denn ein allfälliger Gewinn würde in der eigenen Tasche landen, ebenso wie ein möglicher Verlust das eigene Portemonnaie belasten würde. Der Stadtrat beschloss dies an seiner Sitzung vom 24. April. Zudem darf der regionale Verein auf unentgeltliche Leistungen der Arboner Werkhof-Mitarbeiter zählen, wie Stadtpräsident Andreas Balg vorgängig sagte. Sie wären an der Feier um die Infrastruktur besorgt.

Verein wird nicht einspringen

Kaspar Hug, Präsident von Arbon Tourismus, ist von dem Beschluss positiv überrascht. «Das habe ich nicht einmal gewusst.» Sich darüber im Klaren, dass das Thema die Leute nachhaltig beschäftige – die Thurgauer Zeitung berichtete am 31. März, im Nachgang Tele Top –, habe er seit Bekanntwerden des parlamentarischen Entscheids auf eigene Initiative nach einer alternativen Lösung gesucht. Ein Verein, wie zu Beginn vorgesehen, werde allerdings nicht einspringen. Hug ist sich aber zu 95 Prozent sicher, dass er die geeigneten Mittel und Wege gefunden habe.

Es gehe bei der neu angedachten Durchführung in die gleiche Richtung wie bei den Bundesfeiern der vergangenen Jahre, sagt Hug. Grünes Licht könne er aber im geglückten Fall frühestens am Montag geben. Dann würden die Gespräche mit der andern Partei in die Endphase gehen. Er bleibe auf jeden Fall optimistisch, sagt der Vereinspräsident.