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ARBON: Klassik trifft Folklore

Wie passen Violine und Hackbrett zusammen? Wunderbar stimmig. Das demonstrierten lüpfig das Sinfonische Orchester Arbon und die etwas andere Folklore-Formation Anderscht in der Kulturhalle Presswerk.
Max Eichenberger
Dirigent Leo Gschwend bringt das Sinfonische Orchester Arbon mit dem Folklore-Trio Anderscht zusammen. (Bilder: Max Eichenberger)

Dirigent Leo Gschwend bringt das Sinfonische Orchester Arbon mit dem Folklore-Trio Anderscht zusammen. (Bilder: Max Eichenberger)

«Ich war immer offen für alle Genres und dafür, Neuland auszuloten», hat Leo Gschwend im Sommer im Rückblick auf dreissig Jahre inspirierende Arbeit mit dem Sinfonischen Orchester Arbon resümiert, das er seit 1987 leitet. Der musikalische Leiter bleibt sich und seinem Credo auch als «Halb-Pensionär» – nachdem er die Leitung der Musikschule Arbon abgegeben hatte – treu. Und selber neugierig.

Eigene Klangteppiche zu einem ganzen verwoben

Gemeinschaftsproduktionen mit Künstlern ausserhalb des rein klassischen Spektrums sind denn auch ein Markenzeichen des Sinfonischen Orchesters. Für die Januarkonzerte ist es auf Tuchfühlung gegangen mit Folklore, die freilich etwas aus der Bodenständigkeit herausgewachsen ist: dem Trio Anderscht. Gemeinsam und im Wechsel interpretierten das klassische Orchester und die Appenzeller Formation am frühen Sonntagabend Schweizer Musik in der grossen Kulturhalle im Presswerk. Und begeisterten vor ausverkauften Rängen.

Die Idee, einmal das Hackbrett zu integrieren, kam aus Leo Gschwends Ensemble. Der Name Nicolas Senn war gefallen. Immer mit offenem Ohr, hat Gschwend darauf die Möglichkeit einer Zusammenarbeit ausgelotet. In einem für beide Seiten spannenden Prozess kam man zusammen. Das Publikum war entzückt ob des überraschungsreichen Ergebnisses dieser Projektzusammenarbeit, die in zwei Konzerte in Weinfelden und Arbon mündeten. «Besonders und immer wieder bereichernd sind die Verbindungen über musikalische Stile hinweg, die Kombinationen, die da entstehen», stellt sich Leo Gschwend mit Enthusiasmus gerne solchen Herausforderungen, bei denen man anfangs nie schon auf der sicheren Seite ist. Eingelassen haben sich Gschwend und sein sich selber mitreissende Orchester schon früh auf Gemeinschaftsprojekte: Am Stadtfest 2005 (anlässlich der 750-Jahr-Feier) spannte das Sinfonische Orchester mit Mario Pacchioli (MusicStar) zusammen und legte den Grundstein. In einigen Stücken verwebten die Musiker am Sonntag mit ihren unterschiedlichen Instrumenten die Klangteppiche zu einem Ganzen – wie sinnbildlich zum Schluss beim Donauwalzer. Auch wenn der Komponist ein östlicher Nachbar war.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

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