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ARBON: Junge Innovation entlastet die Umwelt

Nachwuchskonstrukteure haben im Bildungszentrum ihre Projektarbeiten präsentiert. Sie zeigten sich dabei innovativ: Eine Kapselauspressvorrichtung trennt den verbrühten Kaffee vom Aluminium.
Die angehenden Konstrukteure erläutern ihre Lösungen. (Bild: PD)

Die angehenden Konstrukteure erläutern ihre Lösungen. (Bild: PD)

Was anfangen mit den gebrauchten Nespresso-Kapseln? Dass sich aus den kleinen Kapseln buchstäblich mehr als nur recycelbares Aluminium herausholen lässt, demonstrierte der Thurgauer Berufsnachwuchs im Bildungszen­trum Arbon. Im Rahmen des kantonalen Überbetrieblichen Kurses für Konstrukteure entwarfen und fertigten dreizehn Lernende eine Kapselauspressvorrichtung. Gemäss Projektauftrag sollte eine handbetriebene Automatik dafür sorgen, Kaffee und Aluminiumkapsel voneinander zu trennen. Der Kaffee kann anschliessend auf dem Kompost entsorgt werden, das Aluminium gelangt in den Recyclingkreislauf. In Kleingruppen machten sich die Auszubildenden unter Anleitung des Kursverantwortlichen Edwin Schellenberg ans Werk.

Hundert Skizzen bis zum Entwurf

An sechzehn Kurstagen galt es, die Vorrichtung zu konstruieren. Teilweise entstanden in den Gruppen über hundert Skizzen, bis der definitive Entwurf zu Papier gebracht war. Die einzelnen Bauteile stellten die angehenden Konstrukteure im Lehrbetrieb her, wobei auch die 3D-Drucktechnologie zum Einsatz kam. Wie viel Arbeitszeit und Herzblut in diese Projektarbeit geflossen war, konnten Ausbildner, Eltern und Angehörige bei der Präsentation der fertigen Kapselauspressvorrichtungen in der Aula des Bildungszentrums mitverfolgen. In den jeweils zehnminütigen Vorträgen erläuterten die Projektgruppen ihre Konstruktion, nahmen ihre Vorgehensweise selbstkritisch unter die Lupe und legten eine detaillierte Kostenrechnung vor. Beim anschliessenden Rundgang hatten die Besucher dann Gelegenheit, die einzelnen Projekte zu testen. (red)

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