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ARBON: Im Werk Zwei kann man sich glatt verlaufen

Rundgang durch einen neuen unbekannten Stadtteil.
Max Eichenberger
Orange ist die dominierende Farbe, «hrs» das omnipräsente Kürzel auf dem kantonsweit grössten Bauplatz. Auf der Industriebrache wird grösstenteils gewohnt. (Bilder: Max Eichenberger)

Orange ist die dominierende Farbe, «hrs» das omnipräsente Kürzel auf dem kantonsweit grössten Bauplatz. Auf der Industriebrache wird grösstenteils gewohnt. (Bilder: Max Eichenberger)

Arbeiter schleppen Isolationsmaterial über den pfützendurchsetzten Bauplatz. Ein anderer macht sich auf dem Gerüst gegenüber zu schaffen. Hinter einer verglasten Fassade dröhnt Maschinenlärm. Dutzende Lieferwagen von Baufirmen stehen auf dem weitverzweigten Gelände herum.

Gleich reihenweise wachsen Baukörper in die Höhe. Zwei Siedlungen, getrennt durch die Franz-Saurer-Passage, befinden sich gleichzeitig im Bau: «Wohnen am Park» und «Wohnen mit Familie». HRS erstellt sie für die Investoren ASGA Pensionskasse und die Genossenschaft Baufreunde Zürich.

Eine Maklerin fährt mit dem BMW vor. Sie trifft, eine Dokumentation zur Hand, ein junges Paar, er mit Sprössling im Arm, die sich für eine Wohnung in der fast fertigen grauen Siedlung mit Säntisblick interessieren.

Über 500 Wohnungen entstehen auf dem einstigen Saurer-Industrieareal. Eine ganze Reihe im bereits überbauten nördlichen Entwicklungsgebiet ist bereits bezogen. Inklusive die Lofts im restaurierten Hamel, der früheren Textilmaschinenfabrik.

Letztes Jahr hat die Stadt Arbon einen überproportionalen Nettozuwachs von 168 Einwohnern verzeichnet. Wenn alle neuen Wohnungen auf den Markt kommen und bezogen sein werden, wird er sich fortsetzen. Das über 200000 Quadratmeter umfassende Industrieareal, das zu einem guten Teil neu umbrochen und überbaut wird, ist das grösste städtische Entwicklungsgebiet, die grösste Baustelle im Kanton.

Noch lange nicht das Ende dessen, was projektiert ist

Erst ein Rundgang über das neu entstandene Verbindungsnetz – Hamelstrasse, Saurer-Passage, Giessereistrasse, Paula-Stoffel-Weg – zeigt die Dimensionen auf. Man kann sich verlaufen. Schielt man über die Aach, unmittelbar hinter die Gemeindegrenze nach Steinach, wo HRS an die Realisierung eines 64-Meter-Hochhauses gehen will, und an den See Richtung Metropol-Parzelle, wo es für HRS nicht so glatt vorangeht: Was man derzeit spriessen sieht, ist noch lange nicht das Ende dessen, was projektiert ist.

Beim alten Jumbo (Überbauung «Breeze», vormals «Seesicht», 63 Eigentumswohnungen) und am Saurer-Platz (69 Wohneinheiten) legt HRS in diesem Frühjahr los. Als eines der nächsten Projekte steht «Wohnen im Alter» (69 Wohnungen, 17 Pflegezimmer) an. Die alte Webmaschinenhalle wird vom Altbestand neben dem Hamel und dem Presswerk eine weitere Perle sein, deren künftiges Innenleben neu erfunden werden will.

Umhergehen im Areal kann nicht jeder. Es wird kontrolliert. Bei düsterem Licht leuchten überall Halogen-Scheinwerfer. Auch in die Dämmerung hinein. Jede Arbeitsstunde wird ausgenutzt. Gegen 200 Arbeiter hantieren drinnen und draussen, verstreut übers Areal. Bäume und Pflanzen sind in den Höfen und entlang der Zugänge gepflanzt. Sie werden im Frühling erstmals Grün tragen.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

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