ARBON: Im neuen Hamel geht die Post ab

Die Post geht dorthin, wo sich Arbon rasant entwickelt und die künftigen Publikumsströme sind: In den umgebauten Hamel am Tor zum Saurer WerkZwei sowie beim Bahn- und Bushof. Aus der Altstadt verabschiedet sie sich nun ganz.

Max Eichenberger
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Von 1906 bis 1977 Standort der Post: Der Posthof in der Altstadt.

Von 1906 bis 1977 Standort der Post: Der Posthof in der Altstadt.

ARBON. Die Tage der Poststelle an der Friedenstrasse sind gezählt. Sie zieht im Herbst in den von HRS restaurierten und umgebauten Hamel um. Mit verschiedenen Geschäften, Dienstleistern und Betrieben im Gesundheits-/Fitnessbereich wird die ehemalige Fabrikliegenschaft gegenüber dem Bahnhof – voraussichtlich – am 22. September eröffnen. So ist es jedenfalls geplant; der Termin ist allerdings noch nicht in Stein gemeisselt.

Ins neue Stadtzentrum

Die Post disloziert als eine der wichtigsten künftigen Mieterinnen ins designierte neue Zentrum der Stadt: an die Schwelle des Saurer WerkZwei. In diesem Areal, das sich in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren nachhaltig entwickeln wird, geht auch im Wohnungsbau die Post ab.

Wo die Musik künftig spielt

Verschiedene Überbauungen laufen, weitere Projekte sind dort in der Pipeline. Es ist der grösste Entwicklungsschub, den die Stadt seit der Blütezeit der Industrialisierung vor gut hundert Jahren und später in der Hochkonjunkturphase der Sechzigerjahre erlebt. In einer Dimension, die einen ganzen neuen Stadtteil, der auf einer Brache quasi wächst, prägen wird. Die Post geht also dorthin, wo die Musik spielt und die Publikumsfrequenzen sind.

Nicht mehr wirtschaftlich

Damit begründet auch Post-Sprecher Markus Werner den Umzug, der intern seit zwei Jahren Thema und inzwischen beschlossene Sache ist. Gestern sind Postkunden in einer Wurfsendung darüber informiert worden. Nach Auskunft von Werner wird die Post im südwestlichen Teil des Hamel-Gebäudes an der Hamelstrasse (also nicht im Kopfbau) eine Fläche von 250 Quadratmeter belegen. Ein zweiter Grund: Die derzeitige Post an der Friedenstrasse wäre ohnehin erneuerungsbedürftig. Im angestammten Lokal stimmt laut Post-Sprecher Markus Werner das Verhältnis zwischen Verkaufsfläche und den deutlich zu grossen Back-Office-Räumen nicht mehr und sei daher nicht mehr wirtschaftlich.

Markus Werner Sprecher Schweizerische Post AG (Bild: pd)

Markus Werner Sprecher Schweizerische Post AG (Bild: pd)

Offene Schalter

Die Post wird im Hamel – per langfristigem Vertrag – Mieterin sein. Die Investitionen für Einrichtung und Mobiliar trägt sie selber. Wie viele Mittel die Post in ihren neuen Auftritt investiert, beziffert sie allerdings nicht. Er werde sich an der neuen Generation moderner Postschalter ausrichten, sagt Werner: «Es gibt nicht mehr Granit und dicke Glasscheiben. Die fünf Schalter am neuen Standort werden offen gestaltet. Das ist der Trend.»

Postomat und Zusatzsortiment

Angeboten werde eine breite Palette an Post- und Finanzdienstleistungen. Geführt wird ein Zusatzsortiment. Bei der Hamel-Post gibt es ebenfalls eine Postfachanlage und im Gebäude, im öffentlichen SBB-Durchgang, einen 24 Stunden zugänglichen Postomaten. Die neue Post liegt im Schnittpunkt zwischen der SBB-Bahnstation und dem Bushof, der noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll.

Die Poststelle zieht nach 39 Jahren im kommenden Herbst von der Friedenstrasse weg…

Die Poststelle zieht nach 39 Jahren im kommenden Herbst von der Friedenstrasse weg…

…und wird im umgebauten Hamel-Gebäude eine Fläche von 250 Quadratmetern belegen. (Bilder: Max Eichenberger)

…und wird im umgebauten Hamel-Gebäude eine Fläche von 250 Quadratmetern belegen. (Bilder: Max Eichenberger)

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