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ARBON: HRS macht in Arbon mit ehemaligem Jumbo-Parkplatz Kasse

Mit Unverständnis reagieren Nutzer des früheren Jumbo-Parkplatzes, dass sie dort Gebühren zahlen müssen. Dabei hat die Stadt die vormaligen Eigentümer von der Bewirtschaftungspflicht befreit. HRS kam mit dem Ansinnen.
Max Eichenberger
Bis der Neubau kommt, kostet Parkieren nun doch. (Bild: Max Eichenberger)

Bis der Neubau kommt, kostet Parkieren nun doch. (Bild: Max Eichenberger)

Der Vater musste erst einmal leer schlucken: Bisher hatte er sein Auto sonntags auf dem Parkplatz des ehemaligen Jumbo zwischen Bahnhofstrasse und Seebucht unentgeltlich abstellen können. Die St. Galler Familie kommt gerne an den See und unternimmt ausgiebige Spaziergänge. Auch Ornithologen und Naturfreunde haben hier ihren Ausgangspunkt für ihre Streifzüge. Jetzt ist alles anders. Obwohl die Tage des Parkplatzes wegen der geplanten HRS-Überbauung «Seesicht» gezählt sind und der Jumbo-Fachmarkt längst über die Gleise ins Saurer WerkZwei gezügelt ist, wird der Parkplatz neuerdings bewirtschaftet – was heisst: Der Parkplatz ist gebührenpflichtig.

Ein Zweifränkler ab der ersten Minute

Die Stadt Arbon auferlegt mit ihrem Gebührenreglement den Eigentümern von Parkieranlagen mit mehr als hundert Plätzen die Bewirtschaftungspflicht. Und stützt sich dabei auf das neue kantonale Planungs- und Baugesetz. Betroffen sind unter anderem das Einkaufszentrum Novaseta, Migros Rosengarten, Coop Bau+Hobby sowie der neue Jumbo. Unter dieser kritischen Grösse liegt der Aldi-Parkplatz.

Die Novaseta und andere Center hatten sich zunächst geziert, bis sie ein System evaluiert und eingeführt haben. Nicht ohne Druck seitens der Stadt. Vor gut drei Jahren wurde das Reglement in Kraft gesetzt. Inzwischen ist es überarbeitet und in revidierter Fassung vom Parlament verabschiedet worden. Laut Peter Wenk von der zuständigen Abteilung Einwohner/Sicherheit ist geplant, das angepasste Reglement mit der entsprechenden Verordnung am 1. Juli in Kraft zu setzen.

Den Fachmärkten und Anlagebetreibern bleibt überlassen, ab wann innerhalb eines Zeitfensters die Kunden fürs Parken zahlen müssen. Bei der Novaseta etwa übernehmen die Geschäfte die Gebühren der ersten halben Stunde. Stossend empfinden nicht nur die Benutzer des alten Jumbo-Parkplatzes am Wochenende, dass sie nun dort zahlen müssen. Auch die Kunden des einzig verbliebenen Geschäftes (Jysk) im Gebäude, das bald der HRS-Überbauung weicht. Sie müssen bereits ab der ersten Minute einen Zweifränkler einwerfen. Drei Stunden kosten sechs, ein Tag zwanzig Franken.

Die Stadt hatte eine Ausnahme gemacht

Das verwundert vor dem Hintergrund, dass die Stadt Arbon Jumbo die letzten eineinhalb Jahre vor dem Umzug ins sanierte und erweiterte Arbomec-Gebäude von der Bewirtschaftungspflicht befreit hat. «Wir haben die Bewirtschaftung nicht gefordert. Eigentümerin HRS ist auf uns zugekommen», stellt Peter Wenk klar. Stadt und HRS hätten eine Vereinbarung getroffen betreffend die Überwachung des Areals. Angeblich sollen Nutzer des bisherigen Gratisparkplatzes dort öfters eine Sauordnung hinterlassen haben. Mit der «Gebührenschranke» will HRS dem Einhalt gebieten. Geprellt fühlt sich nun auch der Pensionär, der gestern vorgefahren ist, um im Jysk einen Einkauf zu tätigen. Nachdem er sein Auto auf dem Platz neben den Bauvisieren abgestellt hat, sagt er nach längerem Stehen vor dem Automaten: «Nein, nein, zwei Franken zahle ich nicht.»

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