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ARBON: Heisse Party zu coolen Sounds

Mitreissende Bühnenshows, fröhliche Volksfeststimmung, Ferienfeeling am See: Die neunte Auflage des Summerdays Festivals stand unter einem guten Stern und kam beim kunterbunt gemischten Publikum gut an. «Rundum happy» ist auch Veranstalter Cyrill Stadler.
Max Eichenberger
Traumkulisse, hitzige Nachmittage und laue Sommernächte: Das Summerdays Festival war ein fröhliches, Generationen verbindendes Musik-Happening. (Bild: Urs Bucher)

Traumkulisse, hitzige Nachmittage und laue Sommernächte: Das Summerdays Festival war ein fröhliches, Generationen verbindendes Musik-Happening. (Bild: Urs Bucher)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Ihre Festivalorganisation stemmte am selben Wochenende gleich zwei Festivals: neben dem Summerdays das Seaside Festival in Spiez. Wie lautet Ihre Bilanz in nüchternen Zahlen?

Hier in Arbon waren wir an beiden Tagen ausverkauft – mit je 12000 Besuchern. Das ist die Kapazitätsgrenze des Areals am See. Weil zugkräftige Bands jeweils den Anfang machten, hatten wir die Leute schon früh auf dem Platz. Das Konzept mit dieser Staffelung hat perfekt funktioniert. An den Eingängen gab es keine Staus. Längstens in einer Viertelstunde war man selbst in der Rushhour drin. Unsere grösste Sorge war jeweils, dass wir die Festivalbesucher nicht schnell genug ins Gelände bringen. Diese Sorge sind wir los. Mit gezielten Verbesserungen haben wir frühere Engpässe ausgemerzt.

Und die gespiegelte Kopie am Thunersee?

Die Premiere des Seaside Festivals in Spiez war top. 9000 und 10000 verkaufte Tickets – bei einer Kapazität von 10000 Personen – sind ein hervorragender Wert für einen Festival-Neuling. Wir waren uns bewusst, es würde ein Hosenlupf. Wir sind im Nachhinein glücklich und stolz, dass alles so reibungslos über die Bühne gegangen ist und wir diese Herausforderung sehr gut meistern konnten. Ich selber bin zweimal an beide Locations gependelt. Das Team um Andreas Mestka hat wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Wie alle, die in irgendeiner Funktion für die Festivals im Einsatz gestanden sind.

Und auf der emotionalen Ebene: Wie haben Sie die Stimmung und die Performance der Künstler erlebt?

Ich kann nur sagen: Ich bin begeistert und – obwohl ich zwei Nächte sehr wenig zum Schlafen gekommen bin – rundum happy. Wir erlebten auch hier in Arbon ein sehr stimmungsvolles, friedliches Festival mit glücklichen Besuchern und engagierten Künstlern, die sich von dieser einzigartigen Stimmung zu Höchstform tragen und von der Ambiance mit dem Bodenseee als traumhafte Kulisse inspirieren liessen. Dies kam auch in der ausgiebig gepflegten Interaktion mit dem Publikum immer wieder spürbar und auf herzliche wie ironisch-humorvolle Weise zum Ausdruck.

…wie etwa Rea Garvey Kindern Konfetti von der Bühne werfen – oder sich Trauffer durchs Publikum tragen liess. Was hat bei Ihnen besonderen Eindruck hinterlassen?

Sehr viel, was bei den Auftritten und Shows an diesen beiden Tagen ambitioniert und lustvoll abgeliefert wurde! Stress hat sich als Schlusspunkt eines grossartigen Summerdays-Festivals – nach dem Intermezzo mit dem Trust-Projekt – wieder ganz als Stress auf der Bühne so richtig wohl gefühlt. Das war augenfällig und hat mich persönlich sehr gefreut. Am Samstagnachmittag bestätigten Hecht mit einer fulminanten Show eindrücklich, dass sie zurecht den diesjährigen Music-Award als bester Live-Act abgeräumt haben. Da war das Areal schon rammelvoll. Und das Spalier der vielen Boote, die vor der Quaianlage ankerten, erinnerte gar ein wenig an Monte Carlo...

Nach dem Festival ist wie immer vor dem Festival: Womit ist 2018, im Jubiläumsjahr, zu rechnen?

Da werden wir sicher mit Überraschungen aufwarten. Ein Jubiläum – zehn Jahre Summerdays - lässt man nicht einfach so vorüberziehen. Appetizer werden wir wohl noch in diesem Jahr bekannt geben können. Vorläufig haben wir eine Wunschliste, nach der wir arbeiten und Bands und Künstler angehen. Konzeptionell werden wir auch gewisse Schritte machen, innovativ bleiben und Neues kreieren. Es ist auch in diesem Markt ein Gesetz: Ein Festival muss sich stetig erneuern, um bestehen zu können. Dabei werden wir auf bewährten Strukturen aufbauen.

Eröffnet Ihnen die Tatsache, dass Sie mit Summerdays (Arbon) und Seaside (Spiez) am selben Wochenende Ende August gleich zwei Festivals organisieren und Synergien nutzen können, noch bessere Möglichkeiten, an begehrte Acts heranzukommen?

Klar, und das war auch Teil der unternehmerischen Absicht, dass wir mit dieser Doppelkonstellation gute Karten in die Hand bekommen. Für Künstler ist ein Doppelauftritt mit einem Vertragspartner interessant. Die Distanz zwischen Arbon und Spiez ist keine Weltreise. Ich hoffe schon, dass wir zudem mit der Vorlage zweier praktisch ausverkaufter Festivals punkten können.

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